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Auszeichnungen mit dem "ERZgeBÜRGER" sind gestern verliehen worden

Gala Ehrung: Aus 72 Nominierten sind zwölf Preisträger ermittelt worden

Aue. 

Aue. Eine bunte Show im Kulturhaus in Aue, mit Live-Musik, Tanz, Pantomime und einer begleitenden Lasershow hat gestern am Abend den Rahmen gebildet für die Verleihung zum "ERZgeBÜRGER", dem großen Regionalpreis des Erzgebirgskreises. Die Auszeichnung wird ausgereicht an Einzelpersonen, Vereine, Gruppierungen, Institutionen oder Projekte aus dem Erzgebirgskreis für herausragendes Engagement im Sinne des Gemeinwohles, das Miteinander und der nachhaltigen Entwicklung der Region. In Summe sind aus den 79 eingereichten Vorschlägen 72 von der Jury nominiert worden daraus hat man zwölf Preisträger ermittelt. "Es ist eine große Freude, dass wir den Gala-Abend aus dem vorigen Jahr mit Publikum nachholen können", sagt Landrat Frank Vogel. Und da man aufgrund der pandemischen Lage die Anzahl der Gäste reduzieren musste, hat man sich entschlossen, die Gala für alle Interessierten per Livestream zu übertragen. "Das Besondere an der Gala ist, dass die Nominierten von Menschen vor Ort vorgeschlagen worden sind, die von deren Leistungen beeindruckt sind", so Vogel.

Menschen, die im Hintergrund agieren

Bei der Gala standen Menschen im Mittelpunkt, die sonst oftmals im Hintergrund agieren und auch gar nicht im Mittelpunkt stehen wollen. Neben drei Haupt-Kategorien hat es auch den Sonderpreis "Jung und engagiert im ERZ" gegeben mit dem der Einsatz besonders junger Ehrenamtler gewürdigt wird. Den dritten Preis hat der Karateverein Zschopau erhalten und den zweiten Preis der Schulchor des Gymnasiums Olbernhau. Die Sieger dieser Kategorie sind Nikita Ihle und Josy Mohr, die Kinderbürgermeisterinnen der Stadt Thalheim. Die beiden 12-jährigen, deren Amtszeit sich dem Ende neigt, beschreiben die Gala als den schönsten Moment. Das hatte auch etwas damit zu tun, dass Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer als Laudator für sie gesprochen hat: "Während so mancher Erwachsene einen großen Bogen um die Politik macht, übernehmen die Beiden in ihrer Heimatstadt Thalheim Verantwortung und haben seit ihrer Wahl 2018 viel erlebt. Sie haben es geschafft, sich Gehör zu verschaffen und Themen voranzubringen, die ihnen wichtig sind."

"Jung und engagiert"

Nikita Ihle sagt: "Wir freuen uns, dass uns die Erwachsenen zugehört und uns ernst genommen haben." In der Kategorie "Engagement für das Gemeinwohl" haben die Schüler und Lehrer der Klasse 4a der Grundschule Grünhain-Beierfeld den ersten Preis erhalten. Sie haben sich für den schwer erkrankten Nils Fallenstein und seine Familie eingesetzt. Laudatorin, Sachsens Sozialministerin Petra Köpping spricht von spontaner Mitmenschlichkeit: "Menschen unterschiedlichsten Alters und mit ganz Unterschiedlichen Bezügen sind in kurzer Zeit zu einer Verantwortungsgemeinschaft zusammengewachsen. Sie haben eine Notsituation erkannt und zu gemeinsamen Handeln zusammengefunden, sie haben Not gelindert und einen Heilungsprozess gefördert." Den zweiten Preis haben die Eheleute Gudrun und Werner Reichel aus Pockau-Lengefeld erhalten und den dritten Preis Gabriele Goldacker aus Geyer.

Weitere Kategorien der Preisverleihung

In der Kategorie "Engagement für eine lebenswerte Heimat" hat der Förderverein Schloss Schlettau den ersten Preis erhalten. Schloss Schlettau sei ein wichtiger Teil der eigenen Identität, sagt Frank Vogel in seiner Laudatio: "Der Verein engagiert sich seit über 25 Jahren und tut alles, das sich Geschichte und Zukunft für die nachfolgenden Generationen erlebbar verbinden." Preis zwei geht an das Bergmannsblasorchester Aue-Bad Schlema und der dritte Preis an die Eheleute Maritta und Harald Englert aus Lauter-Bernsbach.

In der Kategorie "Engagement für Kultur, Sport und Tourismus" haben die Yellow Boogie Dancer Zwönitz den ersten Preis verliehen bekommen. Laudator Roland Manz, Vorstandsvorsitzender der Erzgebirgssparkasse sagt: "Der Verein verbindet Kultur, Sport und Tourismus auf eine besondere Weise und legt ein beispielhaftes Engagement an den Tag." Preis zwei ging in dieser Kategorie an den SV 1870 Großolbersdorf und Preis drei an den RSV 54 Venusberg.