Autor arbeitet längst vergangene Verbrechen auf

Literatur Kriminalfälle für Geschichtsfans

Foto: Harry Härtel

Zwönitz. Es ist die Geschichte, die Jens Hahn fasziniert. Der Zwönitzer hat sich jetzt intensiver mit historischen Kriminalfällen befasst und hat einige davon zusammengestellt. Entstanden ist das Buch "Lockruf der Finsternis", welches diesen Dienstag erschienen ist.

Im Fokus steht die Zeit des Kaiserreichs

Der 54-Jährige erzählt: "Was mich besonders interessiert, ist die Zeit des Kaiserreichs. Die Kriminalfälle stammen vordergründig aus wilhelminischer Zeit, aus den Jahren zwischen 1871 und 1914."

In der guten alten Zeit, wie sie Jens Hahn bezeichnet, habe es sehr viel Positives aber auch eine Kehrseite gegeben. Dazu gehörte es eben, dass die Kriminalitätsrate gestiegen ist und die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinandergegangen ist.

16 Kurzgeschichten aus Erzgebirge und Vogtland

Zusammengestellt hat Jens Hahn insgesamt 16 Einzelgeschichten - Katastrophen und Kriminalgeschichten aus dem früheren Erzgebirge und Vogtland. Hahn macht neugierig, wenn er sagt: "Hinter der Titelgeschichte 'Lockruf der Finsternis' steckt ein spektakulärer Fall aus Crottendorf, wo es um Raubmord geht."

Auch dabei: Tödliches Eifersuchtsdrama aus Zwönitz

Als Zwönitzer hat es sich der Autor nicht nehmen lassen, auch zwei Geschichten aus dem Ort mit aufzunehmen, ein Eifersuchtsdrama von 1885, das für eine junge Frau tödlich endet und einen Fall von Falschmünzerei, der sich 1879 ereignet hat. Für den 13. Juli plant Jens Hahn eine Präsentation und zwar ab 19 Uhr in der Bergschmiede Herkules Frisch Glück in Waschleithe.