Axel Jungk wird trotz Platz 7 gefeiert

Public Viewing Mehr als 50 Zuschauer verfolgen Rennen mitten in der Nacht

Familienangehörige, Fans und Freunde von Axel Jungk waren beim Public Viewing in der Turnhalle vereint. Foto: Andreas Bauer

Hohndorf. Obwohl der erhoffte Erfolg von Axel Jungk bei den Olympischen Spielen ausgeblieben ist, haben seine Fans den Skeletonsportler mitten in der Nacht stundenlang gefeiert. Bis gegen 4 Uhr dauerte das Public Viewing in Hohndorf, wo der 26-jährige Olympionike groß geworden ist.

Zahlreiche Familienangehörige, Freunde und Fans waren gegen Mitternacht gekommen, um dem Sportler trotz der schlechten Ausgangsposition die Daumen zu drücken und laut anzufeuern. Viele glaubten sogar, dass trotz Platz 7 nach den ersten beiden Läufen in der Nacht zuvor immer noch ein Podestplatz möglich war.

Auch die Brüder waren unter den Zuschauern

"Wenn er zwei ordentliche Läufe runterbringt, kann es noch klappen", frohlockte Rocco Schreiter noch kurz nach 1 Uhr. Der Leiter der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr sprach damit allen aus den Herzen. Und so saßen 30 Minuten später alle zusammen und schauten gebannt auf die große Leinwand.

Mit dabei war ein Fernseh-Team des MDR, dass die Brüder von Axel Jungk mehrfach für Interviews vor die Kamera holte und die Stimmung einfing. Robert und Felix Jungk wussten das Geschehen dabei realistisch einzuschätzen. "Er hat die ganze Woche über mit der Bahn in Pyeongchang Probleme gehabt. Der Wettkampf war die logische Folge, auch wenn der gute erste Lauf mit Rang 3 ein echter Hoffnungsschimmer war", sagte beispielsweise Felix.

Nächstes Public Viewing ist fest eingeplant

Die Stimmung ließen sich weder Familie noch Fans verderben. Es wurde getrommelt, geschrien und geklatscht - selbst noch im vierten Lauf, als Axel Jungk endgültig auf Platz 7 landete. Angepeitscht wurden übrigens auch die anderen beiden deutschen Skeletoni, die direkt hinter dem Erzgebirger landeten. "Für alle drei waren es die ersten Olympischen Spiele, da sind drei Top-Ten-Ergebnisse doch nicht schlecht", meinte Felix Jungk.

Er wies auf den Stolz der gesamten Region hin, überhaupt bei diesem internationalen Großereignis vertreten zu sein. Und solche großen Wettkämpfe sollen natürlich noch viele folgen - inklusive Public Viewing: "Es hat sich gezeigt, dass so eine Fan-Aktion sehr gut ankommt. Wir werden es wieder machen." Die Vorfreude auf die WM 2020 ist groß, zumal dann ein "Heimspiel" in Altenberg ansteht.