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B 101-Umgehung nicht gewollt

Ortsumgehung Umfahrung für Wolkenstein im Bundesverkehrswegeplan

Eine Ortsumgehung der B 101 für Wolkenstein und Gehringswalde ist im Entwurf des Bundesverkehrswegeplanes 2030 in der Kategorie "Weiterer Bedarf" aufgeführt. Der Plan soll dieses Jahr beschlossen werden und zeigt die Bauvorhaben auf Straße, Gleisen und Wasserwegen für die kommenden 15 Jahre in der Bundesrepublik auf. Wichtige Vorhaben wie etwa der Bau der Ortsumgehung der B 174 für Hohndorf/Großolbersdorf stehen in der Kategorie "vordringlicher Bedarf" und haben durchaus eine Chance auf Verwirklichung. Anders sieht es bei den Maßnahmen der Liste "Weiterer Bedarf" aus. Ob für sie noch finanzielle Mittel zur Verfügung stehen, ist sehr ungewiss. Das kommt dem Wolkensteiner Bürgermeister Wolfram Liebing nicht ungelegen. Denn den Bau einer Umgehung für Wolkenstein und den Ortsteil Gehringswalde erachtet er nicht als notwendig. Insbesondere sorgt er sich um das florierende Areal rund um den Schönbrunner Bahnhof. Dort haben sich direkt an der B 101 neben dem Zughotel mehrere Restaurants angesiedelt. "Verkehr bedeutet Leben", so Liebing. Führe eine Straße an einem Ort vorbei, bleibe auch das Leben draußen. Mit einer Ortsumgehung hätten die Einrichtungen am Bahnhof keine Chance, ist Liebing überzeugt.

Das Landratsamt hatte die Anmeldung der Neutrassierung vor drei Jahren beim Land beantragt. Pläne hat der Wolkensteiner Bürgermeister noch keine gesehen. Es gebe auch keine Bürgerinitiative, die sich für den Bau einer Umgehung einsetze oder Beschwerden über den Verkehr und dessen Lärm.