Bad Schlema prüft Lärmschutz-Varianten

Vorhaben Vier Möglichkeiten sind untersucht worden

bad-schlema-prueft-laermschutz-varianten
In Bad Schlema werden Varianten für einen Schallschutz an der B169 geprüft - eine 2,50 Meter hohe Wand ist im Gespräch. Foto: R. Wendland

Bad Schlema. Lärmschutz ist in Bad Schlema schon länger ein Thema gerade in Bezug auf das Kurzentrum. Jetzt sind in der Gemeinderatsitzung Möglichkeiten vorgestellt worden, wie ein Lärmschutz entlang der Auer Straße B169, einem der Problemfelder aussehen könnte.

Der Lärmminderungsplan ist erstellt

"Es sind vier Varianten untersucht worden, wie man an der Stelle günstig eine Lärmminderung hinbekommt", erklärt Bürgermeister Jens Müller, der zum Hintergrund sagt: "Wir haben ein Immissionsgutachten im Zuge der Kurort-Prädikatisierung anfertigen lassen und einen Lärmminderungsplan erstellt. Es gibt Bedingungen, die erfüllt sein müssen."

Enteweder eine 2,5 Meter hohe Mauer...

Müller fügt gleich hinzu: "Das Ganze ist ein sehr sensibles Thema. Wir sprechen hier nicht von drei bis vier Meter hohen Wänden." Doch mit 2,5 Metern muss man sich wohl anfreunden, wenn man auf die Ergebnisse des Gutachtens schaut. Die Kosten sind in sechs- beziehungsweise siebenstelliger Höhe laut den aktuellen Berechnungen.

Demnach würden für einen Erdwall rund 966.000 Euro anfallen. Für eine Gabionenwand rund 1,877 Millionen Euro und für Fertigelemente 2,404 Millionen Euro. Mit Abstand die kostenintensivste Variante wäre eine Trockenmauer, die mit 3,247 Millionen Euro zu Buche schlagen würde.

...oder der Erdwall?

Die Erdwall-Variante scheint in dem Moment günstig von den Kosten her, ist aber mit enormem Aufwand verbunden, was das Bewegen von Erdmassen angeht und der Platzbedarf dafür ist auch nicht ohne. Welche der Varianten umgesetzt werden soll, wird sich noch entscheiden.

Doch eins ist Fakt: mit dem ersten Bauabschnitt in Fragen Lärmschutz entlang der Auer Straße B169 soll noch in diesem Jahr begonnen werden. Die Lärmschutzanlage, die geplant wird, soll nach städtebaulichen Aspekten integriert werden. Alles auch unter Beachtung der Wohnqualität der Anwohner.