Bad Schlemaer Feuerwehr knackt Einsatzrekord

Helfer Seit 18 Jahren wieder Hunderter-Marke geknackt

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Wehrleiter der Freiwillige Feuerwehr Bad Schlema, Andreas Müller. Foto: Georg Ulrich Dostmann

Bad Schlema. Im Jahr 2000 wurden die beiden Löschzüge in Nieder- und Oberschlema zu einem Löschzug zusammengeführt und sind in ein gemeinsames Gerätehaus an die Hauptstraße gezogen. Seitdem mussten die Kameraden bislang immer weniger als hundertmal im Jahr ausrücken. Jedoch haben sie diesen Wert in diesem Jahr mit 104 Einsätzen im Oktober bereits überschritten. Allerdings rechnen die Kameraden bis Jahresende sogar mit rund 120 Einsätzen, da verstärkt zur Weihnachtszeit vermehrt Brandmeldeanlagen Alarm schlagen.

Zur Weihnachtszeit erhöhte Meldungen erwartet

Für die vermehrten Einsätze gibt es mehrere Gründe. "Durch das 100-jährige Kurjubiläum sowie andere Veranstaltungen im Kulturhaus Aktivist mussten wir schon elfmal eine Brandsicherheitswache durchführen, da vor Ort einige bautechnische Mängel vorhanden sind. Außerdem gab es dieses Jahr durch die Trockenheit und Hitze im Sommer mehr Flächenbrände", sagt Andreas Müller. Der 54-Jährige ist seit 2003 Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Bad Schlema. Laut ihm sind insbesondere im Vergleich zu den letzten Jahren die überörtlichen Einsätze, bei denen sie andere Feuerwehren unterstützen mussten, am meisten gestiegen.

Insgesamt macht dies die knappe Hälfte aller Einsätze aus. Außerdem schlagen auch immer mehr Brandmeldeanlagen Alarm. "Wir hatten dieses Jahr schon elf Einsätze dieser Art. Am häufigsten mussten wir dabei zum Helios-Klinikum nach Aue und zu den Pflegeheimen der Diakonie in Bad Schlema ausrücken, da die Bewohner und Patienten in diesen großen Einrichtungen die Brandmeldeanlage des Öfteren durch Unachtsamkeit auslösen", erklärt Andreas Müller. Doch welche Einsätze sind den Kameraden besonders prägend im Gedächtnis geblieben? Andreas Müller erinnert sich: "Ein besonderes Highlight war für uns ein Bus- und ein LKW-Brand, zu denen wir erstmalig gerufen wurden".

Negative Auswirkungen

Allerdings hat die Vielzahl der Einsätze auch negative Auswirkungen. Die Arbeitgeber einiger Kameraden sind darüber weniger erfreut, woraufhin sie der Gemeinde einen höheren Verdienstausfall in Rechnung stellen. "Ich bin stolz auf meine Kameraden und Kameradinnen, was sie insbesondere in diesem Jahr leisten", sagt der Wehrleiter. Damit die Feuerwehrleute ihre Motivation beibehalten, unternahmen sie in diesem Jahr eine gemeinsame Ausfahrt mit ihren Familien nach Prag.

Um sich regelmäßig weiterzubilden, führten sie im September auch einen Ausbildungstag durch, gemeinsam mit den Kameraden der Auer Feuerwehr. Vom Regionalverband Erzgebirge bekamen sie zudem auch einen Schrottbus zur Verfügung gestellt. Dieser steht aktuell im Bad Schlemaer Bahnhof und wird für verschiedene Übungen verwendet.