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Bad Schlemaer Ortschaftsrat hat Wellen ausgelöst

Projekt Fachleute verständigen sich zu Geothermie

Bad Schlema. 

Bad Schlema. Der Ortschaftsrat Bad Schlema hat mit seinem Vorstoß in Richtung Geothermie-Nutzung enorme Wellen ausgelöst, wie Ortsvorsteher Dr. Oliver Titzmann in der aktuellen Sitzung jetzt erklärt hat. Vor einem halben Jahr gab es aus dem Ortschaftsrat heraus den Vorschlag, eine Petition an den Bundestag zu senden. Und das hat man auch getan. Die Petition, so Titzmann, sei inzwischen weitergereicht worden an den Sächsischen Landtag. Es gibt eine Arbeitsgruppe Geothermie, die seit 30 Jahren aktiv ist. "Doch alles, was bisher angeschoben wurde, ist im Sande verlaufen aufgrund von Widerständen finanzieller und auch bürokratischer Art. Doch das, was wir jetzt angeschoben haben, hat richtig was bewirkt", so der Ortsvorsteher. Zuletzt hat es in Bad Schlema ein Treffen gegeben.

Bad mit geothermischer Energie

Wissenschaftler, Fachleute der Bergakademie Freiberg sowie Vertreter des Arbeitskreises "Wärme und Kälte" der Energy Saxony, der Wismut, der Arbeitsgruppe Geothermie und der Stadtverwaltung Aue-Bad Schlema haben sich im Rahmen einer Exkursion einige Punkte genauer angeschaut. Darunter auch die Technikabteilung des Gesundheitsbades "Actinon". Dort setzte man in Fragen Gewinnung von Wärme und elektrischer Energie momentan auf die Blockheizkraftwerk-Technik. Doch für die Betreibung benötigt man Gas. "Die Kurgesellschaft muss in absehbarer Zeit einen Ersatz finden und da ist die Geothermie so schlecht nicht", sagt Titzmann, der auch realistisch ist: "Ob man jedoch das ganze Bad mit geothermischer Energie betreiben kann, wage ich zu bezweifeln. Das man aber zumindest einen Teil damit abdecken kann, ist nicht unrealistisch." Der Erfolg der Petition sei, so Titzmann, dass man viele Beteiligte an einen Tisch gebracht hat, die sich gegenseitig befruchten und ergänzen. Die nächste Besprechung sie für den 20. Juli geplant.

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