Bärenrundweg erhält Skulpturen

Symposium Künstler von ExponART lassen Späne fliegen - Sagen und Handwerk werden dargestellt

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Tobias Michael, Jesko Lange, Robby Schubert und Hartmut Rademann haben Sagen und Handwerk im Holz festgehalten. Die Skulpturen sollen den Bärenrundweg aufwerten. Foto: Katja Lippmann-Wagner

Lauter-Bernsbach. Die Wanderregion rund um den Spiegelwald wird attraktiver. Dafür sorgt die sogenannte Bärenrunde, die vom Fuß des Teufelsteins rund um Bernsbach führt. Die Besonderheit: Entlang der Strecke sollen Wanderer zukünftig interessante Sagen und alte Bräuche der Region kennenlernen.

Späne fliegen lassen

Damit die Geschichten lebendig werden, haben Ende vergangener Woche Holzbildhauer auf dem Markt in Lauter die Späne fliegen lassen. Jesko Lange, Tobias Michael, Hartmut Rademann und Robby Schubert von der Künstlergruppe ExponART hatten am vergangenen Donnerstag mit ihrer Arbeit begonnen.

Jesko Lange aus Zschorlau beispielsweise ließ die Wunderblume vom Teufelsstein entstehen. "Das Holz sollte fast trocken sein. Im besten Fall aber im Winter geschlagen, weil da die wenigste Feuchtigkeit drin ist", sagt Lange. Tobias Michael aus Lauter schnitzte einen alten Köhler, Hartmut Rademann aus Schwarzenberg den Heilbrunnen von Bernsbach und Robby Schubert aus Lößnitz arbeitete an Mönch und Kriegsknecht.

Bereicherung des Rundweges

"Geplant ist, dass zu den vier Figuren, die in diesem Jahr entstanden sind, im kommenden Jahr weitere vier Figuren kommen", sagt Ronny Schott, Hauptamtsleiter von Lauter-Bernsbach. Welche Sagen verewigt werden, haben die beauftragten Künstler entschieden. Holzbildhauer Michael verweist darauf, dass - aus seiner Sicht - nicht alle geeignet waren: "Einige verbreiten ja Angst und Schrecken." Die Holzskulpturen sind im Rahmen eines durch LEADER geförderten Projektes entstanden. Insgesamt schlägt dieses mit 60.000 Euro zu Buche. 42.000 Euro erhält die Kommune aus dem Fördertopf für ländliche Entwicklung.

Von einer Bereicherung des Rundweges spricht Lydia Georgi, die beim Bau- und Liegenschaftsamt der Stadt Lauter-Bernsbach für die Wanderwege verantwortlich ist. Hartmut Rademann freute sich über das Symposium: "Da gibt es auch immer die Möglichkeit des Austauschs." Daher mache eine solche Arbeit trotz des Zeitdrucks Spaß. Schließlich hatten die Künstler gerade einmal drei Tage Zeit, ihre Figuren zur Vollendung zu bringen.