Bald entsteht ein Krippenweg

Tradition Figuren symbolisieren Christlichkeit

Wer es bisher noch nicht geschafft hat, der sollte es sich vielleicht im neuen Jahr vornehmen: Einen Besuch der Bergmännischen Krippe in der Annaberger Bergkirche St. Marien. Die Krippe zeigt eindrucksvoll die enge Verbundenheit des christlichen Glaubens mit der bergmännischen Tradition und weist durch die meisterhafte handwerkliche Gestaltung der Figuren auf die jahrhundertealte Schnitzer- und Holzbildhauertraditionen hin. In den letzten 15 Jahren sind so über 32 geschnitzte Großfiguren entstanden, welche mit insgesamt 35 Personen eine "Annaberger Weihnachtsgeschichte" darstellen. Die letzte Figur kam im Dezember dazu und komplettiert die ungewöhnliche Geschichte, zu der Stadtsprecher Matthias Förster erklärt: "Die vielfältigen Bezüge, die es in den Bergstädten des Erzgebirges zum christlichen Glauben gab und noch gibt, werden mit der Bergmännischen Krippe symbolhaft gezeigt. Zentrales Thema ist die Geburt des Jesuskindes in der Krippe. Diese Nachricht breitet sich wie ein Lauffeuer in der Stadt aus. Joseph stellt einen Bergzimmermann dar, Maria eine stillende Mutter. Der Bildhauer macht damit das zutiefst menschliche Geschehen in der Krippe, aber auch die einzigartige Inkarnation des Gottessohnes deutlich. Die drei Weisen sind Obersteiger aus den Bergrevieren Freiberg, Schneeberg und Annaberg." Hinzu kommen Handwerker, Nachwächter und weitere Figuren. Allesamt wurden sie von renommierten erzgebirgischen Holzbildhauern erschaffen. Doch das Projekt wächst weiter: Auch in Zukunft entstehen neue Figuren, die an markanten Stellen den sogenannten "Annaberger Krippenweg" zur Bergkirche weisen. Die erste Figur des Arztes ist bereits in der Tourist-Information zu bestaunen. ru/pm