Barrierefreies Wohnen in einem Gründerzeitbau

Sanierung 1,8 Millionen Euro in Aue investiert

Aue. Das markante Eckgebäude an der Schillerstraße/Innere Schneeberger Straße in Aue hat eine Zukunft. Obwohl es jahrelang leer stand, wird es nicht abgerissen, sondern erhält eine aufwändige Schönheitskur und einen Anbau. "Der Gründerzeitbau mit der roten Backsteinfassade soll ein seniorengerechtes Wohnhaus werden", teilte die Auer Stadtsprecherin Jana Hecker mit.

Nach dem Konzept "Ein Denkmal zum Leben erwecken" der Westsächsische Gesellschaft für Stadterneuerung mbH, entstehen 18 barrierefreie Wohnungen sowie Gewerberäume für einen Pflegedienst. Läuft alles nach Plan, sind die Wohnungen mit breiten Türen und großen Bädern ausgestattet. Ein Aufzug vom Keller bis zum Dachgeschoss ist natürlich Pflicht.

Die Kosten für den Um- und Neubau liegen bei zirka 1,8 Mio Euro. Eine Million davon stammt aus dem Förderprogramm des Freistaates "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren".

Anfang der Woche setzten Matthias Kunz, Geschäftsführer der Auer Wohnungsbaugesellschaft mbH als Eigentümer und der Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Aue, Heinrich Kohl, symbolisch den 1. Spatenstich. Als erstes stehen Entkernungsarbeiten an. Im verkehrsberuhigten Bereich der Inneren Schneeberger Straße wird der rollstuhlgerechte Zugang zum Gebäude entstehen. Dort ist ein Funktionsneubau geplant. "Dieser ist mit großzügigem Foyer harmonisch und passend zur historischen Fassade angelegt", so Hecker weiter. Die Fassade bleibe aber erhalten. Im Bereich der Schneeberger Straße wurden Flurstücke gekauft. "Dort sollen Stellplätze für Bewohner, Besucher und den Pflegedienst geschaffen werden", heißt es aus dem Rathaus.