"Beamforming" bringt mehr Netz ins Erzgebirge

Kommunikation Stollberg erster Standort im Erzgebirge

Stollberg. 

Stollberg. Es ist ein Pilot-Projekt, das der Telekommunikationskonzern Vodafone derzeit an 50 Standorten in ganz Deutschland fährt. Es geht darum, die verfügbare Mobilfunk-Kapazität fürs schnelle LTE-Netz zu erhöhen. In Sachsen sind es 17 Standorte und Stollberg ist der erste im Erzgebirge.

Der Sendemast hinter dem Gelände der Lebenshilfe Stollberg ist mit zwei modernen Modulen bestückt worden, die salopp gesagt aussehen, wie Zigaretten-Schachteln. Die neue Mobilfunk-Technik bezeichnet man als "Beamforming". Damit erreicht man das Fünffache der verfügbaren LTE-Kapazität.

Die Kapazität wird dadurch fünfmal so hoch

Man verbessert gezielt die Netzversorgung in Stollberg. Wie Gerd von der Osten, Technik-Chef der Region Ost bei Vodafone, erklärt, sei man mit der neuen Technik in der Lage, mehr Geschwindigkeit für mehr Teilnehmer bereitzustellen: "Die neue Antenne erkennt, wo sich Kunden bewegen und es können bis zu 16 einzelne Beams fokussiert in die jeweilige Richtung aufgebaut werden und extra Bandbreite geben."

Projektleiter Roland Gentsch erklärt dazu: "LTE ist ein shared Medium. Das heißt, je mehr Kunden auf die Station drauf kommen, umso weniger bleibt für jeden einzelnen übrig. Durch die neue Technik und die damit verbundene fünffache Kapazität kann mehr an die Kunden verteilt werden." Aus Erfahrung sagt Gentsch: "In der Regel sind es 20 bis 100 Kunden, die gleichzeitig auf einer Station drauf sind." Dabei werden die Teilnehmer gezählt, die auch aktiv sind, sprich surfen. Kunden profitieren im Handy-Bereich und zuhause.