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Behinderte in die Normalität einbinden

Das Wort zum Sonntag von Peter Wiechmann

Ein zentrales Diskussionsthema ist die Integration. Gemeint ist damit hier nicht die Verbesserung der Beziehungen zwischen Deutschen und Ausländern im Sinne von Migranten, sondern es geht um behinderte Menschen: Man soll sie weniger als Sonderlinge behandeln und vom Alltag unseres Lebens ausschließen, sondern möglichst in die Normalität zurückholen.

Es ist erstaunlich, wie sehr sich Behinderte wenigstens in einzelne Bereiche unseres gesellschaftlichen Lebens einfügen können. Ein positives Beispiel sind die Menschen des Aphasikervereins Stollberg. Menschen, die durch einen Schlaganfall oder Gehirnschädigung gehandicapt sind, haben sich zusammengefunden, um gemeinsam - auch mit Nichtbehinderten - das Leben zu genießen.

Ich will nicht schönfärberisch reden: Ein behindertes Kind verlangt von der Familie, in die es gehört, große Rücksicht und auch eine Veränderung der Lebensverhältnisse. Ich will niemand verurteilen, der diese Last nicht tragen kann. Eltern und Kinder können mit ihnen in vielen Fällen gut umgehen. Solche Kinder haben oft eine unbändige Fröhlichkeit und können eine ganz erstaunliche Freude auslösen. Ich habe viele Beispiele erlebt und bewundere die Eltern mit ihren Familien, die zu einem solchen Kind "Ja" sagen.



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