Beliebte Ruprechte im Erzgebirge geben ihren Sack ab

Lauterbacher Weihnachtsmänner legen ihr Amt nieder - jetzt sollen Jüngere ran

Lauterbach

Insgesamt 36 Mal beschenkten sie jeden Samstag vor dem 1. Advent die Kinder. Kurz vor 16 Uhr standen die Mädchen und Jungen sowie zahlreiche Erwachsene stets bereit, wenn die zwei bärtigen Alten mit beladener Pferdekutsche oder -schlitten (2024 war es ein Buggy) einfuhren. Selbst in Corona-Zeiten ließen sie das Schenken nicht aus und hatten mit Hilfe ihrer Gattinnen ein Konzept entwickelt, um mit Überraschungen aus entsprechendem Abstand ein Leuchten in die Kinderaugen zu zaubern.

Weihnachtsmänner legen Amt nieder

Nun aber soll der Sack an den Nagel gehängt werden. Die Rede ist von Thomas Schönherr und Thomas Pergelt, den geliebten und geschätzten Lauterbacher Weihnachtsmännern, bekannt auch durch ihre einzigartigen Mäntel. Die Herren wollen ihr hohes Amt an Jüngere abgeben. Es waren ganz besondere Momente zum diesjährigen Permettaschiem in Lauterbach. Im bestens gefüllten Richterhof rollte diesmal plötzlich ein Mercedes-Oldtimer mit den noch amtierenden Weihnachtsmännern und deren Gehilfen an.

Emotionaler Abschied

Später auf der Bühne lüfteten sie ein bis dahin gehütetes Geheimnis "Es ist genug. Wir haben in den vielen Jahren unserer Einsätze die Kinder wachsen sehen. Viele von ihnen haben nun selbst schon Nachwuchs", erzählten sie, bevor sie sich ein letztes Mal an ihre Arbeit machten. Was die beiden zum Aufhören veranlasste, ist schnell klar: "Wir werden älter und es ist auch anstrengend. Es zwickt hier und da trotz warmem Fellmantel", lachten sie. Wie immer ging jedes Kind mit einem Geschenk nach Hause.

Ein großes Dankeschön für den Einsatz

Beiden Herren gilt ein Riesendankeschön für die unvergesslichen Nachmittage. Ein großes Dankeschön auch an alle Sponsoren, die jedes Jahr dafür sorgten, dass die Säcke prall gefüllt waren. Angeblich sollen sich schon neue Weihnachtsmänner gefunden haben, die an das Wirken der alten anknüpfen wollen. Wer dann unter der roten Mütze steckt und die gefürchtete Rute schwingen wird, soll noch nicht verraten werden. Umso spannender wird es dann 2026, wenn die Nachfolger - mit welchem Fahrzeug auch immer - mit weihnachtlichem Getöse in das beschauliche Örtchen einfahren werden.

 

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