Berg wurde zum Leben erweckt

Kultur Mechanischer Heimatberg jetzt im Depot zu sehen

Heiko Berger hat von seinem Vater einen Heimatberg geerbt. Dieser mechanische Heimatberg "Melzer" befand sich bis 2015 in einem sehr schlechten Zustand. Komplett zerlegt, fristete er jahrelang ein Schattendasein. Als der Ehrenfriedersdorfer nach dem Tod seines Vaters das Erbe für dieses wunderbare Stück angetreten hat, stand die Frage - Verkauf oder Erhalt im Familienbesitz. "Nach reiflicher Überlegung hat sich unsere Familie entschlossen, ihn als langfristige Leihgabe in das Gelenauer Depot Pohl-Ströher zu geben und ihn vom Restaurator Eckart Holler wieder zum Leben erwecken zu lassen", erklärt Heiko Berger. Nach mehrwöchiger Arbeit kann er nun in seiner alten Pracht im Depot zur diesjährigen Weihnachtsschau präsentiert werden. Eckart Holler ist nicht nur ein Tüftler in puncto Kinderfahrzeuge. Der Chemnitzer Sammler kann so ziemlich alles wieder zum Leben erwecken. Auch er freut sich: "Der Berg stammt aus Drebach aus der Zeit um 1935 und war dort als der "Melzer-Berg" bekannt. Das Kunstwerk war komplett zerlegt und es gab auch keine Fotos davon. Erkennbar war allerdings das Thema 'leben und arbeiten im Erzgebirge'. Zu sehen sind die verschiedensten beweglichen Szenerien. So gibt es ein Hammerwerk, ein Bergwerk und selbst die Zwerge als Helferlein haben eine erzgebirgische Arbeitskleidung an. Auch der Ruprecht zeigt sich in einer humorvollen Szene. Der Einblick in die Mechanik ist beim Neuaufbau bewusst offen gewählt worden, und speziell das macht den Berg so interessant." Mit diesem Berg zählt das Depot nunmehr 13 "Heimat- und Weihnachtsberge", davon sind neun mechanisch angetrieben. Erleben kann man das gute Stück in der aktuellen Weihnachtsschau im Depot Pohl-Ströher noch bis zum 31. Januar immer Freitag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Infos unter www.lopesa.de