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Bergbau aus künstlerischer Sicht

Objekte Exponate aus dem Kunstbestand der Wismut in Bad Schlema zu sehen

Der Kunstbestand der Wismut GmbH ist sehr umfangreich. Insgesamt zählt man 4.200 Werke, die sich in den Jahren, seit 1959, angesammelt haben. Annette Müller-Spreitz ist freie Kunsthistorikerin und kennt die Sammlung. Sie war 2009 bis 2011 als Fachgebietsverantwortliche für die Wismut tätig. Die 35-jährige aus Leipzig sagt: "Ein Großteil der Werke hat den Bezug zum Bergbau. Interessant ist, dass man anhand der Sammlung die kulturpolitischen Bestrebungen in der ehemaligen DDR gut nachvollziehen kann und sieht, was in den einzelnen Epochen wichtig war." Thematisiert werden vor allem technische Vorgehen, der Aufwand der Förderung und geologische Fundstücke, die man als Stillleben in den Fokus rückt. Die Sammlung beinhaltet aber auch kritische Werke mit denen man die Schattenseiten, die mit dem Bergbau verbunden sind, darstellt und wie sich diese auf Mensch und Natur auswirken. In den letzten 25 Jahren habe man bei der Wismut einiges investiert, um den Kunst-Bestand wissenschaftlich zu verzeichnen, kunsthistorisch zu erforschen, zu sichern und zu lagern. Wo die Werke zukünftig einmal ihren Platz finden werden, ist offen. Im Gespräch ist unter anderem Gera. Die Kunst macht man immer mehr auch der Öffentlichkeit zugänglich. Derzeit ist im Mineralienkabinett des Museum Uranbergbau in Bad Schlema eine Ausstellung mit Werken aus dem Kunstbestand zu sehen. Annette Müller-Spreitz hat dafür 25 Exponate ausgewählt, hauptsächlich Grafiken und einige Gemälde, die unter dem Titel "Aus der Erde" laufen.

Die Werke, die ausgewählt wurden, haben korrespondieren mit den Inhalten des Mineralienkabinetts. Zu sehen ist die Ausstellung bis 28. September immer Montag bis Donnerstag 9 bis 17 Uhr sowie Samstag und Sonntag 10 bis 17 Uhr. Für Besucher ist die Ausstellung eine Reise in die Welt des Bergbaus bei der man sich einen Eindruck darüber verschaffen kann, wie Künstler das Thema Bergbau betrachtet haben.



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