Bergmännische Krippe ist nun komplett

Tradition Meisterwerke der Handwerkskunst werden in St. Annen vorgestellt

Es ist ein Höhepunkt in der Adventszeit, wenn am kommenden Sonntag um 16 Uhr in der St. Annenkirche alle Figuren der Bergmännischen Krippe präsentiert werden. Grund dafür ist, dass ein Meisterwerk erzgebirgischer Handwerkskunst nun fertiggestellt wurde. An diesem 2. Adventssonntag wird mit der Figur eines Fleischers, gefertigt von Ronny Tschierske, die Bergmännische Krippe in der Bergkirche St. Marien in Annaberg-Buchholz komplettiert. Das Kunstprojekt wurde von den renommierten erzgebirgischen Holzbildhauern Dietmar Lang, Ronny Tschierske, Jesko Lange, Robby Schubert und Friedhelm Schelter, allesamt Mitglieder der Künstlergruppe ExponaRt, in die Tat umgesetzt. Kunstmaler Günter Kreher erweckte die Figuren durch seine außergewöhnliche farbliche Gestaltung zum Leben. Träger des Krippenprojektes ist die Stadt Annaberg-Buchholz. Gemeinsam mit Sponsoren aus Firmen und Institutionen sowie engagierten Spendern aus der Bürgerschaft kümmert sie sich in den letzten 15 Jahren um die schrittweise Realisierung. Stadtsprecher Matthias Förster erklärt: "Die Bergmännische Krippe besteht aus filigran gestalteten, etwa 1,20 m großen Holzfiguren. Sie zeigen das biblische Weihnachtsgeschehen in einer Bergbaulandschaft des 19. Jahrhunderts. Beispielhaft macht die Krippe die enge Verbindung von Bergbau-, Glaubens- und Stadtgeschichte deutlich. Die meisterhafte handwerkliche Gestaltung der Figuren weist auf die Schnitzer- und Holzbildhauertraditionen hin, die es im Erzgebirge seit Jahrhunderten gibt." So sind in den letzten 15 Jahren über 32 geschnitzte Großfiguren entstanden, welche mit insgesamt 35 Personen eine "Annaberger Weihnachtsgeschichte" darstellen. ru/pm