Bergmannsblasorchester Aue-Bad Schlema verliert sein Domizil im "Aktivist"

Verein Sanierungspläne des großen Saals treffen Orchester

Bad Schlema. 

Bad Schlema. Das Bergmannsblasorchester Aue-Bad Schlema (BBO) hat seit 28 Jahren sein Domizil im Kulturhaus "Aktivist" in Bad Schlema. Die Vereinsräume im Anbau beherbergen sowohl das Büro des BBO als auch Proberäume für Einzelunterricht und die frühkindliche Musikerziehung. Auch hat man ein Lager für Instrumente, historische Bekleidung und andere Utensilien, die man für Auftritte und das europäische Blasmusikfestival benötigt. Die Bühne im großen Saal nutzt man zum Proben. "Mit der Probenbühne haben wir ideale Bedingungen auch von der Akustik her", sagt BBO-Geschäftsführer Rico Reinwarth. Im Vorfeld der letzten Stadtratssitzung hatte der Verein Stadträte zu einem Termin eingeladen. Hintergrund: Die Räte haben über den Umbau des "Aktivist" zur künftigen Uran-Erlebniswelt abgestimmt und damit über die Zukunft des großen Saals.

Kein drittes Kulturhaus in der Region

Da man nicht, wie ursprünglich angenommen, eine 90-prozentige Förderung für den Gesamtumbau erhält, den man mit rund 5,4 Millionen Euro beziffert, sondern eine Millionen Euro als Festsumme, will man sich auf den Saal konzentrieren und diesen in die Uran-Welt umwandeln. Aue-Bad Schlemas Oberbürgermeister Heinrich Kohl ist der Überzeugung, dass man neben Aue und Schneeberg kein drittes Kulturhaus in der Region braucht. Die Räte haben dem Vorhaben letztlich zugestimmt. Als künftige Heimstätte für das Bergmannsblasorchester hat man den Gemeindesaal am Rathaus vorgeschlagen und selbst die Turnhalle nebenan kam ins Gespräch.