Bergmannsstammtisch in Oelsnitz mit Vortrag

Geschichte Entwicklung des Kaiserin-Augusta-Schachtes

Oelsnitz. 

Oelsnitz. Zum ersten Bergmannsstammtisch in diesem Jahr laden das Bergbaumuseum Oelsnitz/Erzgebirge und die Knappschaft des Lugau-Oelsnitzer Steinkohlenbergbaus heute ein. Der Eintritt ist frei. Der Vortrag, der von Heino Neuber, dem Vorsitzenden der Knappschaft des Lugau-Oelsnitzer Steinkohlenreviers und Mitarbeiter des Bergbaumuseums, ab 18 Uhr gehalten wird, steht unter dem Titel "Ein Schmuck und Zierde unter den Schächten des Ortes". Neuber gibt anlässlich vom 150. Jahrestag des ersten Spatenstichs am 6. Juni 1869, einen Rückblick auf die Entwicklung des Kaiserin-Augusta-Schachtes, wo heute das Bergbaumuseum untergebracht ist.

Im Vortrag greift Heino Neubert die besondere und markante Architektur des Bauwerkes auf und erläutert den Zuhörern die Wandlung einer Schachtanlage am Beispiel des Kaiserin-Augusta-Schachtes. Im Jahr 1869 ist er durch die Fürsten von Schönburg angelegt worden. Damals hat man schnell das Leistungsvermögen dieses Bergwerkes erkannt. Der Staat als Besitzer hat 1920 den modernsten Kohlenschacht Deutschlands entstehen lassen.

Bekannt ist der Schacht auch durch die Aktivistenbewegung von Adolf Hennecke. Das Steinkohlenwerk wurde zum Symbol der DDR-Geschichte. Den letzten Hunt Steinkohle haben die Kohlekumpel am 31. März 1971 gefördert. Wie Jeannette Mauermann vom Team des Bergbaumuseums erklärt, laufen auch künftig Veranstaltungen, die im Knappschaftssaal abgehalten werden, da dieser bei der Sanierung des Bergbaumuseums, das derzeit geschlossen hat, keine Rolle spielt.