Bergparade, Gelage und 555 Geleuchte: So feiert Schneeberg sein großes Jubiläum

Fünf Tage lang verwandelt sich die Innenstadt in eine Festmeile. Besucher erwartet ein Mix aus Tradition, Kultur, Musik und Mitmachangeboten für die ganze Familie.

Schneeberg

Schneeberg feiert 555 Jahre Stadtrecht – und die gesamte Innenstadt wird zur Bühne. Vom 22. bis 26. Juli erwartet Besucher eine Festwoche mit Bergparade, Konzerten, Mitmachaktionen, regionaler Gastronomie und zahlreichen Programmpunkten für die ganze Familie. Die Organisatoren rechnen mit mehreren Zehntausend Gästen.

Vorbereitungen laufen seit Jahren

Das Team um Denny Helmer, Geschäftsführer des Kulturzentrums „Goldne-Sonne“, plant und koordiniert die Feiern zum Jubiläum. Mit ihm sprach Ariane Grund.

Wie lange plant das Team?

Die Vorbereitungen laufen seit mehreren Jahren. Ausgangspunkt waren die Planungen für das ursprünglich vorgesehene Jubiläum 2021. Das heutige Konzept wurde anschließend weiterentwickelt und Ende 2025 im Stadtrat vorgestellt. Seitdem arbeiten zahlreiche Vereine, Einrichtungen, Unternehmen und Ehrenamtliche gemeinsam an der Umsetzung. Intensiv arbeitet ein Team aus Kulturzentrum Goldne Sonne und Stadtverwaltung seit 2025 an dem Fest.

Mehrere Zehntausend Gäste erwartet

Mit wie vielen Besuchern rechnen Sie?

Wir rechnen über die gesamte Festwoche vom 22. bis 26. Juli mit mehreren zehntausend Besuchern. Besonders zum traditionellen Bergstreittag sowie am Samstag erwarten wir den größten Andrang. Durch die Verbindung aus Jubiläum, Bergstreittag und Mitmachangeboten rechnen wir mit Gästen aus der gesamten Erzgebirgsregion sowie darüber hinaus.

Programm für Kinder und Familien

Gibt es spezielle Angebote für Kinder und Familien?

Ja — und zwar so viele wie nie zuvor. Das Jubiläum versteht sich ausdrücklich als generationsübergreifendes Familienfest. Unter anderem erwarten die Besucher: Kindergitarren bauen und gestalten, Kindertrödelmarkt, Mitmach-Stadtplan, Bastel- und Kreativangebote, Tango- und Tanzcafé, Literatur-Lounge sowie Vereinsaktionen.

Regionale Spezialitäten und Genussmeile

Welches kulinarische Angebot ist geplant?

Kulinarisch wird die gesamte Innenstadt eingebunden. Neben klassischer Festgastronomie entsteht am Samstag eine große Craftbeer- und Weinmeile mit mehreren regionalen Brauereien. Ergänzt wird das Angebot durch das „Schneeberger Gelage“, regionale Spezialitäten, Vereinsstände, Kaffee- und Kuchenangebote sowie zahlreiche Imbiss- und Getränkestände.

Gemeinschaft statt Eventagentur

Feste sind ein Teil unseres gesellschaftlichen Miteinanders. Sie stiften Identität, schaffen Begegnung und verbinden Generationen. Die Schneeberger zeichnen sich in Vorbereitung ihres Jubiläums durch Ideenreichtum aus: Engagement statt Eventagentur. Ein klassischer Festempfang für geladene Gäste entfällt. Stattdessen wird es ein offenes „Gelage“ geben. Viele Vereine und Einzelpersonen bringen Programmpunkte ein: Tanz im Hinterhof, Schachturnier, Frauen-Café, Bastelaktionen, Workshops auf der Vereinsmeile — kleine Formate mit großer Wirkung, getragen von Eigeninitiative statt Großbudget.

So läuft die Festwoche ab

22. Juli: Der Schneeberger Bergstreittag startet 13 Uhr mit Turmblasen und Konzerten. Ab 18.15 Uhr setzt sich die große Bergparade in Bewegung und endet mit dem Berggottesdienst in St. Wolfgang.

23. bis 26. Juli: Die weiteren Tage stehen im Zeichen von Gemeinschaft, Kultur und Geschichte. Die Besucher dürfen sich auf Live Musik freuen. Der Jubiläumssamstag wird der lebendigste Tag der Festwoche. Rund um das „Schneeberger Gelage“ auf dem Markt entsteht ab dem Vormittag ein buntes Programm zum Mitmachen, Zuschauen und gemeinsamen Feiern.

Das komplette Programm gibt es unter www.bergstadt-schneeberg.de.

555 Jahre Stadtgeschichte

Schneeberg feiert 555 Jahre Stadtrecht. Der Höhepunkt ist die große Jubiläumswoche, die vom 22. bis 26. Juli mit Markttreiben, Konzerten und Mitmachaktionen in der ganzen Stadt stattfindet.

1471: Das Berggeschrey beginnt, Schneeberg wird gegründet. Die Nachricht von reichen Silberfunden zieht Tausende Bergleute, Händler und Investoren an. 1481 erhält Schneeberg das Stadtrecht verliehen und wird zur freien Bergstadt erhoben. Seitdem prägen Silberbergbau und bergmännische Tradition die Entwicklung der Stadt. Aus dem Silberbergbau entstand eine wohlhabende Bergstadt, deren Geschichte bis heute sichtbar und erlebbar ist.

Mit dem historischen Bergstreittag und der Zugehörigkeit zur UNESCO-Welterbe Montanregion Erzgebirge/Krušnohorí knüpft das bevorstehende Jubiläum bewusst an diese Wurzeln an und verbindet sie mit einem modernen Stadtfest.

Drei Höhepunkte, die Besucher nicht verpassen sollten

Unter dem Motto „… und immer noch laut“ erwartet die Gäste ein offenes Stadtfest mit zahlreichen Konzerten, Open-Air-Kino, Mitmachaktionen und traditionellen Bergparaden bei freiem Eintritt. Dabei gibt es drei Aktionen, die man nicht verpassen darf:

1. Das große Mensch-ärgere-dich-nicht-Turnier (25. Juli, 11 bis 15 Uhr): Die Organisatoren rufen zum größten Mensch-ärgere-dich-nicht-Turnier auf. Ob „zänkische Bergvolk“ oder „Erfinder des Bergstreittags“ — die Schneeberger können auch anders: spielerisch, fröhlich und mit einer ordentlichen Portion Selbstironie. Auf dem Markt treten hoffentlich 100 oder mehr Spielerinnen und Spieler im Alter von 4 bis 104 Jahren gegeneinander an. Gespielt wird unter freiem Himmel, begleitet von Livereportage und Übertragung — ein Gemeinschaftserlebnis für alle, die Spaß haben wollen und sich selbst nicht allzu ernst nehmen.

2. Schiebböcker-Wettbewerb (25. Juli, nachmittags und während des Gelages): Zum offenen Schneeberger Gelage gehört natürlich auch ein Wettbewerb mit echtem Lokalcharakter: Wer macht den besten Schiebböcker der Stadt? Die Initiatoren rufen ausdrücklich Hausfrauen und -männer auf, ihre beste Variante dieses traditionsreichen Käses einzureichen — klassisch, kreativ oder mit persönlicher Handschrift. Eine Jury wird die Schiebböcker verkosten und bewerten. Die feierliche Prämierung und Verkostung für Bürger und Teilnehmer des Gelages findet gegen 17.30 Uhr auf dem Markt statt.

3. Sommerkonzert und „555 Geleuchte“ (25. Juli, abends): Nachdem gegen 20 Uhr das Blasmusikorchester der Bergstadt Schneeberg ein Sommerkonzert auf dem Markt gegeben hat, möchten die Organisatoren den Marktplatz zum Leuchten bringen. Dafür hoffen sie auf 555 „Geleuchte“. Alle Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, ein eigenes Geleucht mitzubringen und so eine ganz besondere, unvergessliche Kulisse zu schaffen. Ob Blenden, Frösche oder selbstgebaute kreative Lichtobjekte — erlaubt ist vieles.

Wichtig ist die gemeinsame Idee: Viele helle Lichter als Zeichen des Zusammenhalts im Jubiläumsjahr. Wenn am Abend hunderte Lichter den Markt erhellen, entsteht ein starkes Bild für Gemeinschaft, Kreativität und Stolz auf die Stadt.

Die Stadt steht im Mittelpunkt

Das Jubiläum steht unter dem Motto „555 Jahre Berggeschrey — …und immer noch laut!“ Die Stadt setzt bewusst nicht auf Stars auf der Bühne. Star ist die Stadt selbst, ihre regionale Identität, das Ehrenamt und die Beteiligung. Am meisten freuen sich die Organisatoren darauf, dass die Stadt selbst das Programm gestaltet. Viele Programmpunkte entstehen durch Vereine, Schulen, Kitas, Unternehmen und engagierte Bürger.

Die Festwoche erstreckt sich über die historische Innenstadt. Veranstaltungsorte sind insbesondere Marktplatz, Fürstenplatz, Frauenmarkt sowie das Areal rund um die Goldne Sonne. Hinzu kommen Aktionsflächen und Vereinsbereiche, die miteinander verbunden werden und die Innenstadt in eine zusammenhängende Festmeile verwandeln.

Bildkalender für 2027 geplant

Begleitend zum Festjahr wird im Jubiläumsjahr ein Bildkalender für 2027 entstehen – mit Motiven aus Schneeberg, fotografiert von Menschen, die hier leben oder sich der Stadt verbunden fühlen. Unter dem Motto „555 Jahre Bergstadt Schneeberg“ werden stimmungsvolle, charakteristische Aufnahmen gesucht: historische Ansichten, Naturmomente, Details oder lebendige Impressionen aus dem Stadtleben. Eine Jury wählt aus allen Einsendungen 13 Motive aus. Zusätzlich werden fünf Motive für eine Postkarten-Sonderedition ausgewählt.

Stadtwerke feiern ebenfalls ein Jubiläum

Schneeberg begeht in diesem Jahr Jubiläum: 555 Jahre Stadtgeschichte, geprägt von Traditionen und Wandel. Dieses Festjahr ist nicht nur Anlass, innezuhalten und feierlich zurückzublicken, sondern auch die Stärken der Stadt sichtbar zu machen, Gemeinschaft zu leben und optimistisch in die Zukunft zu blicken.

Tief verwurzelt in der Bergstadt Schneeberg markiert das Jahr 2026 auch für die Stadtwerke Schneeberg GmbH einen besonderen Meilenstein. Seit der Gründung im Jahr 1991 sind 35 Jahre vergangen, in denen sich nicht nur das Unternehmen, sondern auch die Stadt kontinuierlich weiterentwickelt haben – mit Entschlossenheit, Visionen, der Fähigkeit, Potenziale frühzeitig zu erkennen, und dem Mut, Chancen zu ergreifen.

„Zukunft braucht Herkunft“

„Zukunft braucht Herkunft“ – kaum ein Gedanke beschreibt treffender, was die Stadtwerke Schneeberg seit nunmehr 35 Jahren prägt. Aus dem einst jungen Unternehmen der frühen 1990er-Jahre ist ein modernes, regional verwurzeltes Stadtwerk geworden. „Der tägliche Ansporn unserer rund 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besteht nicht nur darin, Schneeberg und die Region zuverlässig mit Energie zu versorgen, sondern auch die Menschen vor Ort zusammenzubringen und die Region dadurch lebendiger zu machen“, so Geschäftsführerin Janice Kaiser, die das Unternehmen seit nunmehr fünf Jahren erfolgreich leitet. Regionale Verantwortung ist seit jeher ein zentraler Bestandteil der Unternehmensidentität. Durch die Unterstützung zahlreicher Vereine sowie sozialer und kultureller Projekte leisten die Stadtwerke Schneeberg einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Miteinander. Dieses Engagement prägt das Jubiläum ebenso wie die stetige Weiterentwicklung des Unternehmens.

Als moderner Energieversorger investieren die Stadtwerke seit Jahren gezielt in zukunftsorientierte, innovative Technologien und Projekte, um die regionale Energieversorgung langfristig zu sichern. Technische Entwicklungen und Fortschritte sind zentrale Bestandteile des täglichen Arbeitsalltags. Denn jede Investition fördert die Entwicklung einer resilienten und nachhaltigen Energiezukunft in Schneeberg und der Region.

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