Bergwerk neu in Szene gesetzt

Leute Olaf Martin hatte eine sexy Idee

Olaf Martin ist ein Bergbaufan und aus dieser Liebe zum Bergbau und natürlich zur Fotografie heraus, kreiert er seit Jahren mit dem "erotica Mineralis" einen ungewöhnlichen Kalender. Die Neuauflage für 2016 ist nun druckfisch erschienen. Auf 13 Kalenderblättern sind weibliche Schönheiten mit edlen sächsischen Mineralien vereint. Als einstiger Hauer und heutiger Mediengestalter fühlt sich der Scheibenberger zum Bergbau auf besondere Art hingezogen. Schmunzelnd erzählt der 44-Jährige: "Ich bin schon von klein auf ein Mineralienfan. Später wollte ich unbedingt Geologe werden. Doch da ich nicht ganz systemtreu war, wurde nichts aus dem Studium. Also ging ich zur Wismut und lernte Hauer mit Abitur. Dann kam die Wende und ich musste mich umorientieren. Mein Interesse für den Bergbau und die Mineralien blieb jedoch erhalten. Schon früher habe ich viel gemalt und gezeichnet. Daher kam auch die Leidenschaft für die Fotografie. Irgendwann hatte ich den Namen 'erotica Mineralis' im Kopf und das musste ich irgendwie mit Inhalten füllen. So entstand dann die Idee mit dem Kalender." Anfangs trauten sich gerade einmal drei bis vier Models in die kalte Untertagewelt. Heute sind es neun bis zehn junge Damen, die sich von Olaf Martin in Bergwerken und Schächten, vorwiegend im Erzgebirge, ablichten lassen. Die Bilder sind sexy und zeigen das Phänomen Bergwerk in einem ganz anderen Licht. "Diesmal waren wir erstmalig in einem Salzbergwerk in Sondershausen. Da ging es 670 Meter tief. Doch hier brauchen die Mädels nicht zu frieren, denn die Grube hat 40 Grad. In den anderen Bergwerken muss man bei nur sechs Grad schon hart im Nehmen sein", so Olaf Martin.