Besucher missachten Verbot

Aktuell Pony stirbt durch falsches Futter

Besucher des Tiergeheges am Pöhlberg in Annaberg-Buchholz vermissen seit mehreren Tagen einen der beliebtesten Bewohner dieser attraktiven Anlage. "Kurz vor Weihnachten musste das Pony "Harras" mit einer schweren Magenerkrankung in die Tierklinik nach Nossen gebracht werden. Dort konnten ihm die Fachtierärzte trotz intensiver Bemühungen nicht mehr helfen. In der Folge musste das stattliche Tier schließlich eingeschläfert werden", erklärt Stadtsprecher Matthias Förster. Ausgelöst wurde die Krankheit durch Besucher des Tierparks, die trotz Fütterungsverbot, Kohl und anderes schwer verdauliches Gemüse in das Gehege einwarfen. Zwei weitere Tiere konnten glücklicherweise gerettet werden. Die Leiterin des Tiergeheges, Ina Bretschneider zeigt sich betroffen und sagt: "Der Verlust unseres beliebten Ponys schmerzt uns Tierpfleger, aber auch die Tierpatin und unsere Besucher sehr. Wir finden leider immer wieder Reste eingeworfener Futtermittel, vor allem in den Gehegen der Affen, Ziegen und Ponys. Viele Tiere besitzen eine empfindliche Verdauung und müssen von uns speziell versorgt werden. Zusätzliches Futter ist nicht nur überflüssig, es kann den Tieren auch enorm schaden." Da es deutlich sichtbare Hinweisschilder gibt, muss von einer bewussten Missachtung des Fütterungsverbotes ausgegangen werden. Die Stadt bittet daher alle Besucher des Tiergeheges um erhöhte Aufmerksamkeit für Personen, die verbotswidrig Tiere füttern. Hinweise nehmen die Mitarbeiter des Tiergeheges unter Telefon 0160/7197338 gern entgegen. "Neben dem schmerzlichen Verlust des Ponys gibt es auch finanzielle Folgen. Die Kosten des Tierarzt-Einsatzes beziffern sich auf rund 2.500 Euro", so Matthias Förster.ru/pm