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Chemnitz

Besucherbergwerk öffnet seine Pforten

Besichtigung Zwei Familien kann Jens Wagner gleichzeitig durch den Stollen führen

Deutschkatharinenberg. 

Deutschkatharinenberg. Schicht im Schacht hieß es zwei Monate lang für die Betreiber der über 20 Besucherbergwerke in der Region. Unter bestimmten Bedingungen stehen sie ab sofort wieder offen. Mandy Wagner hat das Objekt in Deutschkatharinenberg gepachtet. Gemeinsam mit ihrem Mann sichert sie den Betrieb ab. Durch die zweimonatige Krise hindurch hielten sie sich an die Seele der Bergleute. "Jede Generation musste Durststrecken überwinden. Aufgegeben hat der Bergmann nie", bringt das Jens Wagner auf den Punkt. Er wünscht sich, dass noch mehr Leute diesem alten Geist folgen würden.

"Besser so als gar kein Betrieb"

Dass sie nun mehrere Bedingungen einhalten müssen, um öffnen zu dürfen, sehen sie gelassen. "Besser so als gar kein Betrieb", findet der Bergführer. Er wird Familien eines Hausstandes durch das Besucherbergwerk führen können. "Wir dürfen außerdem eine weitere Familie eines anderen Hausstandes mitnehmen", erklärte der Deutschneudorfer. Es gilt, den Mindestabstand von anderthalb Metern einzuhalten. Das sei auf die Situation unter Tage bezogen gar nicht so schwer. In den Stollengängen passen nicht mehrere Personen nebeneinander. Außerdem gilt hier das Einbahnstraßenprinzip. Deshalb ist es ausgeschlossen, dass sich Personen aus verschiedenen Richtungen begegnen. Die Bergfreunde befahren den Stollen nacheinander und werden auf den Mindestabstand verwiesen. In den Weitungen des Bergwerks bietet sich wiederum ausreichend Platz für bis zu acht Leute.

Der gastronomische Bereich im Huthaus des "Fortuna-Stollns" wurde den Vorgaben gemäß angepasst. Das heißt, einige Plätze haben die Wagners entfernt, um die Mindestabstände einzuhalten. Serviert wird wie in allen Gaststätten auch mit Mundschutz. Bei schönem Wetter kann ebenso der Biergarten genutzt werden.

"Für uns kam das wie ein Schlag aus heiterem Himmel"

Ganz spurlos vorübergegangen sind die vergangenen beiden Monate an den Betreibern nicht. "Für uns kam das wie ein Schlag aus heiterem Himmel", räumte Jens Wagner ein. Eigentlich lebt der Betrieb von den Veranstaltungen. Diese wird es auf absehbare Zeit nicht geben. Dabei hatte es gerade in diesem Bereich zahlreiche Vorbestellungen gegeben. Das war schon ein Schlag ins Kontor der Familie. "Wir habe die Zeit nicht untätig dagesessen", betonte der Gastronom und Bergführer. So haben sie binnen kurzer Zeit ein Außer-Haus-Angebot auf die Beine gestellt. Das bleibt vorerst auch bestehen.

Die Gastronomie ist täglich von 10.30 Uhr bis 16 Uhr geöffnet. Führungen durch den Berg finden täglich 10.30 Uhr, 12 Uhr und 13.30 Uhr statt. Weitere Termine können telefonisch vereinbart werden. Die Wagners bitten um vorherige Anmeldung unter Tel. 037368 12942.



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