Besucherbergwerk Frohnau: Hinter den Kulissen geht's weiter

Gute Planung ist alles

Frohnau. 

Frohnau. Auch im Markus-Röhling-Stolln in Frohnau stehen alle Räder still. Doch die Ruhe trügt. Denn hinter den Kulissen sind Marc Schwan, Vorsitzender des Vereins Altbergbau "Markus-Röhling-Stolln" Frohnau, und seine ehrenamtlichen Vereinsmitglieder fleißig am Werkeln. Dazu sagt der Chef: "Wir fahren jetzt auf Hoffnung, so wie unsere Altvorderen. Diese hatten auch Situationen, wo Erzadern mit einem Schlag weg waren. Genauso geht es uns jetzt in der Corona-Krise. Mit einem Schlag, sind die Touristen weg. Doch dank Förderungen können wir die laufenden Kosten abdecken." Stillstand kommt für den Verein nicht in Frage, denn das Besucherbergwerk muss regelmäßig befahren und kontrolliert werden. Zudem wird an einem neuen Erscheinungsbild gearbeitet, das in Verbindung mit dem Welterbe Sinn macht.

Wie Phönix aus der Asche

Eigentlich sollte Ostern für die Mannschaft vom Frohnauer Markus-Röhling-Stolln wieder ein Höhepunkt werden. Der Osterhase hatte sich extra ein neues Kostüm zugelegt. "Ostern ist vorbei, aber das Welterbe ist etwas für die Ewigkeit. Es trifft uns natürlich, wenn die Mitarbeiter in Kurzarbeit sind. Wir nutzen die Zeit, um nach der Krise wie Phönix aus der Asche zu steigen", sagt Marc Schwan. Und das passiert unter anderem mit einem neuen Erscheinungsbild - vom Logo über die Internetseiten bis hin zu den Eintrittskarten und Briefköpfen. Außerdem wurde ein Fördermittelantrag an die Landesdirektion abgegeben. Denn in Planung ist auch die Erweiterung des Besucherweges Untertage. Ebenfalls mit Zuschüssen lässt der Verein neue Bergkittel für die Führungen anfertigen. "Wir nutzen also die Zeit und hoffen, dass wir nach der Krise mit einem neuen Erscheinungsbild, neuen Bergkitteln und hoffentlich einem Zuwendungsbescheid wieder starten können. Das heißt, das Bergwerk wieder anzufahren und neue Anbrüche zu machen", blickt Marc Schwan voraus. Übrigens klappt die gegenseitige Unterstützung auch ganz prima. So hat eine Firma für das Bergwerk Gleise gespendet und eine andere diese transportiert. Alles kostenfrei.