Betrugsmasche mit Online-Investments: Polizei ermittelt nach Schaden im fünfstelligen Bereich

Ein 78-Jähriger überwies nach vermeintlichen Gewinnversprechen mehrfach Geld an ein unbekanntes Unternehmen. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Lugau/Erzgeb.

Im Februar dieses Jahres wurde ein 78-Jähriger über eine Werbeanzeige im Internet auf ein Unternehmen aufmerksam. Dort wurden, auch bei kleinen Anlagen, hohe Gewinne versprochen.

Rentner investiert mehrere tausend Euro

Der 78-Jährige zahlte einen niedrigen 3-stelligen Betrag ein, woraufhin er telefonisch von einem angeblichen Mitarbeiter des Unternehmens kontaktiert wurde. Er legte ein Konto an und investierte in mehreren Überweisungen insgesamt 13.000 Euro.

Gewinne wurden nicht ausgezahlt

Auf seinem angeblichen Konto wurden ihm horrende Gewinne suggeriert. Daraufhin wollte er sich einen Betrag im hohen 6-stelligen Bereich auszahlen lassen. In der Folge wurde er durch das Investmentunternehmen kontaktiert und ihm vermittelt, dass er für die Auszahlung in dieser Höhe eine Vorsteuer von 22738,12 Euro zahlen müsse. In der Hoffnung auf den Gewinn überwies der 78-Jährige auch diese Summe. Ein Gewinn wurde ihm allerdings nicht ausgezahlt.

Senior deckt Betrugsmasche auf - Polizei ermittelt

Er nahm telefonisch Kontakt auf und erfragte den Stand der Auszahlung. Doch anstatt Geld zu bekommen forderte ein Mitarbeiter die Zahlung weiterer 10.000 Euro zum Schutz vor Geldwäsche. Nunmehr ahnte der 78-Jährige, dass er auf eine Betrugsmasche hereingefallen war. Die 10.000 Euro überwies er nicht mehr. Stattdessen erstatte er Anzeige bei der Polizei, die nunmehr die Ermittlungen wegen Betruges aufgenommen hat. Schlussendlich entstand ihm ein Schaden von mehr als 35.000 Euro.

Update der Polizeidirektion Chemnitz am 15. Mai

Seit vergangenem Dienstag ermittelt der Kriminaldienst des Polizeireviers Stollberg wegen Betruges, nachdem ein Senior (78) im Glauben an hohe Anlagegewinne einige zehntausend Euro ins Ausland überwiesen hatte.

Wie das Opfer den Betrug erkannte

Der Geschädigte war bereits mehrere Wochen zuvor im Internet auf ein vermeintliches Aktienanlagemodell aufmerksam geworden. Ihm wurden hohe Renditen in Aussicht gestellt. In der Folge überwies er rund 12.000 Euro auf ein Konto in Italien, um sein Geld gewinnbringend anzulegen. Als er sich seine angeblichen Gewinne auszahlen lassen wollte, forderten die vermeintlichen Anlageberater weitere 23.000 Euro als Gebühr im Sinne einer Steuervorauszahlung. Als die Täter weitere Gebühren über mehrere tausend Euro forderten, erkannte der Mann den Betrug, jedoch war sein investiertes Geld nicht mehr verfügbar.

Ermittler warnen: Tipps gegen die Betrugsmasche

Im Zusammenhang mit unseriösen Geldanlagen warnen die Ermittlungsbehörden eindringlich vor entsprechenden Angeboten.

Präventionstipps finden sich unter anderem auf der Internetseite des Landeskriminalamtes Sachsen. Hier ein Link zum Nachlesen.

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