Bewegende Erinnerungsfeier für Boxweltmeister

Abschied Promis und Erzgebirger erweisen Markus Beyer letzte Ehre

Insgesamt kamen circa 800 Gäste in die Ritter-Georg-Halle nach Schwarzenberg. Foto: Carsten Wagner

Schwarzenberg. Das Wetter passte zur Stimmung. Es regnete ganz sanft: Schwarzenberg und die Boxwelt haben Abschied von Markus Beyer genommen. Der dreifache Boxweltmeister war am 3. Dezember nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von nur 47 Jahren verstorben.

Zur Trauerfeier in der Ritter-Georg-Halle kamen viele Wegbegleiter. Zu den prominentesten Gästen gehörten zweifellos Box-Trainer Ulli Wegner, die Boxlegenden Henry Maske und Sven Ottke. Auch die FCE-Profis Martin Männel, Philipp Riese und Steve Breitkreuz erwiesen Beyer die letzte Ehre. Aber es kamen nicht nur Promis - auch viele Schwarzenberger, die "ihrem Markus" noch einmal die Ehre erweisen wollten, nutzten die Gelegenheit des Abschiedsnehmens. Geschätzt 800 Trauergäste fanden sich am Samstagnachmittag in der Ritter-Georg-Halle ein.

Dort zogen zwei Portraitfotos von Markus Beyer die Blicke auf sich - sympathisch, wie ihn die meisten wohl in Erinnerung behalten werden, lächelte er die Gäste an. Neben der Urne standen weiße Amaryllis, die Lieblingsblumen des Boxweltmeisters. Und es lagen natürlich seine Boxhandschuhe daneben.

Schwarzenbergs Oberbürgermeisterin Heidrun Hiemer machte noch einmal deutlich, dass der 47-Jährige durch seine großen sportlichen Erfolge den Namen der Stadt in alle Welt getragen hat. Sie bekannte kein sonderlicher Freund des Boxsports zu sein. Bei einem Kampf Beyers im Jahr 2004 habe ihr jeder Schlag wehgetan, den er einstecken musste. Treffende Worte fand auch Wolf-Dieter Jacobi, der Programmdirektor des Mitteldeutschen Rundfunks. Für den Sender war Beyer Boxkommentator. Keiner habe an einer Rückkehr Beyers nach seiner Krankheit gezweifelt. "Und heute fühlen wir, er ist hier."