Bibliothekspreis für eine geniale Idee

Kultur Stadtbibliothek liegt mit LieSa voll im Trend

Die Lust am Lesen wird heutzutage nicht mehr nur mit Papier-Büchern geweckt. Der Leser von heute möchte 24 Stunden lang Zugang zu den Medien seiner Wahl haben. Auch in der Stadtbibliothek Annaberg-Buchholz wird dieser Wunsch erfüllt. Und zwar mit der Onlinebibliothek "LieSa". Zum Onlineportal "LieSa" haben sich Bibliotheken in einem Bibliotheksverband zusammengeschlossen. Mit "LieSa" stehen dem Nutzer zurzeit 18.000 Medien zur Verfügung und können ganz einfach von zu Hause aus, preiswert und zu jeder Tageszeit abgerufen werden. "Zu den 31 Bibliotheken und davon den 10 Gründungsbibliotheken gehören aus dem Erzgebirge Annaberg-Buchholz und Zschopau. Später kamen Stollberg und Schwarzenberg sowie Olbernhau dazu", weiß Bibliothekarin Ute Dittrich. Dass diese Idee nahezu genial ist, wurde auch dem Staatsministerium bewusst. Und so vergaben das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst in Kooperation mit dem Landesverband Sachsen im Deutschen Bibliotheksverband den Bibliothekspreis 2015 an den Verbund Onlinebibliothek "LieSa". Dazu sagte Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange: "Der Verbund ,Liesa' ist ein gelungenes Beispiel für kundenorientierte Bibliotheksarbeit: Nutzerinnen und Nutzer erhalten ohne zusätzliche Kosten einfach und schnell und von jedem Ort aus Zugang zu Belletristik, Kinder- und Sachbüchern, Zeitschriften oder Hörbüchern. Gerade in ländlichen Regionen oder auch für Menschen, die nicht mobil sind, ist dieses Angebot wichtig." Den 4.605 Nutzern des "LieSa Verbundes" standen im Jahr 2014 ganze 7.288 Titel in 14.679 Exemplaren zur Verfügung. "Für die Stadtbibliothek Annaberg kaufen wir jährlich für 1.500 Euro Medien allein für die Onlinebibliothek. Informationen zu den Modalitäten der Anmeldung und Nutzung gibt es im Internet unter www.annaberg.bbopac.de", so Ute Dittrich.