Bike-Marathon im Erzgebirge weckt neben Freude auch einige Sorgen

Für die Veranstalter des Radsport-Spektakels an den Greifensteinen gab es hinterher wieder viel Lob von den Mountainbikern. Allerdings ist da auch einen Aspekt, der die Gastgeber nachdenklich stimmt.

Thum

Eigentlich gilt Jannik Heinze als Cross-Country-Spezialist. Der 20-Jährige vom SSV Mounty Altenberg konzentriert sich also auf die kürzeren Mountainbike-Rennen, hegt da sogar internationale Ambitionen. Und doch nimmt er sich auch Zeit für deutlich längere Wettbewerbe.

So wie jetzt in Geyer, wo Heinze beim 26. Greifenstein-Bike-Marathon zum zweiten Mal in Folge den Sieg auf der Königsdistanz (69 km) davontrug. „Hier macht es jedes Mal riesigen Spaß“, sagt der Gewinner, der einst als U13-Starter an gleicher Stelle eins seiner ersten Rennen überhaupt absolvierte.

Mehr als 100 Helfer im Einsatz

Für Organisationsleiter Andreas Fischer und seine Mitstreiter sind die Worte von Heinze – und auch das positive Feedback vieler anderer Fahrer – ein großes Zeichen der Anerkennung. Genauso zeugt die Entwicklung des Weltcup-Aspiranten davon, dass sich der große Aufwand lohnt.

„Allein am Sonntag haben bei den Hauptrennen über 23, 46 und 69 Kilometer mehr als 100 Helfer mit angepackt“, berichtet Fischer. Vom RSV Erzgebirge kam ebenso tatkräftige Unterstützung wie vom TSV Geyer und von der Bergwacht Oberwiesenthal.

Auch Privatpersonen trugen mit ihrem Engagement dazu bei, dass alles reibungslos über die Bühne ging. Und doch wirkt Andreas Fischer nicht rundum zufrieden.

Veranstaltung ist längst kein Selbstläufer mehr

„Generell sind die Starterzahlen im Mountainbikesport rückläufig“, erklärt der 53-Jährige aus Geyer. Der Abwärtstrend sei so gravierend, dass die Veranstaltung längst kein Selbstläufer mehr ist. „Ohne die Tanzwütigen würde es den GBM nicht mehr geben“, sagt Fischer mit Blick auf die DJ-Nacht am Freitagabend, die das Radsport-Event finanziell über Wasser hält.

Neben diesem kulturellen Rahmenprogramm lassen aber auch die einzigartige Strecke mit ihren vielen Trails sowie der Nachwuchs auf eine bessere Zukunft hoffen. Schließlich waren am Samstag bei den Nachwuchsrennen rund 250 begeisterte Kinder am Start. Die Starterzahl lag damit in einem ähnlichen Bereich wie bei den Hauptrennen am Sonntag (270).

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