Billy Bolt setzte erste Duftmarke beim GetzenRodeo 2025

Lauf zur Hard-Enduro-WM in Grießbach ist mit dem Prolog angelaufen

Grießbach

Die Edition 2025 des 2006 erstmalig und danach unregelmäßig im Zwei-Jahres-Rhythmus ausgetragenen GetzenRodeo ist angelaufen. Am Freitagnachmittag fand, wie vor Wochenfrist beim Finale der klassischen Enduro-WM bei „Rund um Zschopau“ am Abend, auch beim sechsten von sieben Läufen zur Hard-Enduro-Weltmeisterschaft als Ouvertüre ein Prolog statt.

Erste WM-Punkte fürs Wochenende

Anders als vor Wochenfrist ging es beim Drebacher Ortsteil Grießbach, keine zehn Kilometer von Zschopau entfernt, außer um die Startplätze fürs Getzen Race am Samstag über zwei Stunden (Start ist 10 Uhr) auch schon um die ersten WM-Punkte des Wochenendes. Auf das Getzen Race aller Starter folgt ab 14 Uhr das Getzen Champ Race der besten 40 des Vor-Rennens, bei dem es dann für den Sieger weitere 20 WM-Punkte, den Zweiten 17, den Dritten 15, den vierten 13 usw. bis Platz 15 geben wird.

Auch die Top-Rider sind von der Veranstaltung begeistert

Die drei WM-Punkte sowie 1.000 Euro Preisgeld für den Prolog-Sieg strich sich der als Tabellenzweiter angereiste Brite Billy Bolt ein. Rang zwei sicherte sich der ursprünglich nur einen Zähler hinter Billy Bolt im Ranking auf der dritten Position liegende Mitch Brightmore, ebenfalls aus Großbritannien. Unser deutscher Serien-Weltmeister seit 2022 und zugleich ziemlich klarer WM-Spitzenreiter Manuel Lettenbichler wurde Dritter.

Nach seinem Prolog-Sieg sagte Billy Bolt: „Das GetzenRodeo ist immer ein sehr gutes Rennen im Kalender. Der Prolog war schon eine richtig tolle Strecke, aber am Samstag wird es natürlich noch anspruchsvoller. Hier sind immer so viele Fans, das ist einfach schön zu sehen.“

Das sah Manuel Lettenbichler ähnlich. Er meinte: „Das GetzenRodeo ist ein mega geiles Event mit schon einer richtig geilen Stimmung beim Prolog. Ich glaube, bei den Hauptrennen werden wieder sehr, sehr viele Leute im Getzenwald sein und uns anfeuern. Darauf freue ich mich schon richtig. Das hat bis jetzt hier immer sehr gut funktioniert. Hier zu fahren, ist für jeden Fahrer ein Highlight, weil die Stimmung einfach so gut ist. Deshalb sind auch alle so froh, wieder da zu sein. Das ist genau das Heimrennen, was man sich als Deutscher vorstellt. Besser kann es nicht sein.“

Lokalmatadore inmitten des Stars der Szene

Für das Hard-Enduro-Highlight im Erzgebirge hatten auch wieder einige Lokalmatadore ihr Mitwirken im 64er-Feld angekündigt, doch zwei von ihnen sind definitiv bzw. sehr wahrscheinlich bereits „out of race“. Der Reinsdorfer Arvid Meyer war in der Vorwoche bei „Rund um Zschopau“ in der Open-Klasse unterwegs, zog sich aber bei einem Sturz eine Schulterverletzung zu und war am Freitag im Getzenwald nur Zuschauer. Der junge Emil Kessler aus Plauen war im vierten der 32 Prolog-Duelle einmal zu kurz gesprungen und ebenso spektakulär wie heftig über den Lenker abgestiegen. Zwar kam er mit einer ersten Diagnose Knieverletzung vermeintlich glimpflich davon, doch über die tatsächliche Schwere der Verletzung lagen kurz nach dem ersten Kräftemessen noch keine verlässlichen Aussagen vor.

Erfolgreicher Pascal Sadecki

Wie Arvid Meyer war vor Wochenfrist rund um seine Heimatstadt Zschopau auch Pascal Sadecki zu Gange, und zwar ziemlich erfolgreich. Daran konnte er beim Prolog als 22. unter den Hard-Enduro-Spezialisten anknüpfen. Während sich Felix Bopp aus Weißenborn als 33. für den Samstag noch einen Startplatz im Mittelfeld sichern konnte, gehen Kenny Lötzsch aus Drebach als 40., Marcel Teucher aus Zwönitz als 43. und Lukas Jung aus Schwarzenberg als 45. etwas später auf Reisen. Der Chemnitzer David Loose und der Schlettauer Raven Lippold mussten zunächst mit den Plätzen 60 und 63 vorliebnehmen.

Ein Weltmeister kann, ein Weltmeister wird im Erzgebirge gekrönt

Während in der Premiumklasse Manuel Lettenbichler beim vorletzten Saisonrennen mit seinen nun 33 Punkten Vorsprung die Chance hat, den Sack 2025 vorzeitig zuzumachen, tragen die Junioren bei GetzenRodeo 2025 bereits ihren Finallauf aus, sprich ermitteln definitiv ihren diesjährigen Weltmeister. Dabei hat das deutsche Nachwuchstalent Felix Bähker aus Baden-Württemberg als derzeitiger Tabellenzweiter noch intakte Chancen, unter bestimmten Umständen den Gesamtführenden James Moore aus Südafrika noch abzufangen.

Nach der Quälerei tagsüber gibt es direkt im Anschluss die Siegerehrung sowie am Abend im Festzelt die nächste legendäre GetzenNacht, die Party der Extraklasse „… bis die Sonne lacht.“