• Corona-News
  • Sachsen
  • Chemnitz
  • Erzgebirge
  • Mittelsachsen
  • Vogtland
  • Westsachsen
Chemnitz

Blauröcke aus Breitenbrunn üben mit Kameraden aus Boži Dar

Feuerwehr Die Befehlsstelle im Depot

Breitenbrunn. 

Breitenbrunn. Tritt ein Großschadensereignis ein, dann herrscht sowohl in den Rettungsleitstellen als auch bei den Freiwilligen Feuerwehren Zeitdruck. - Grund dafür: Innerhalb kürzester Zeit gehen verschiedene Notrufe ein. Dort ist ein Keller vollgelaufen, da brennt es nach einem Blitzschlag und über jener Straße liegt ein Baum, den der Sturm entwurzelt hat. Was also tun? Wie Zeit sparen? Wie effektiver arbeiten?

Die Gemeindefeuerwehr Breitenbrunn hat genau das am Samstag trainiert. "Seit dem Neubau unseres Gerätehauses 2018 haben wir in diesem die ortsfeste Befehlsstelle installiert und genau das wurde jetzt erstmals grenzübergreifend ausgetestet", sagt Gunar Escher, der Gemeindewehrleiter der Kommune.

Herasuforderung: Koordination der Übung unter Hygienevorschriften

Denn nicht nur Blauröcke aus den Breitenbrunner Ortsfeuerwehren waren am Samstag gefragt - auch die Kameraden aus Bozi Dar rückten zu simulierten Einsätzen aus. 23 Schadensereignisse wurden am Wochenende abgearbeitet. Die Besonderheit: Bei Großschadensereignissen wird, die schon erwähnte, ortsfeste Befehlsstelle installiert. Die Leitstelle nimmt in solchen Fällen nur noch die Anrufer entgegen und leitet den bereits angelegten Einsatz direkt an das Team vor Ort weiter. Die Leitstelle wird dadurch entlastet und muss die Einsätze nicht mehr koordinieren, das übernehmen die Breitenbrunner Kameraden. Sie entscheiden also, welche Einsatzkräfte, mit welchem Fahrzeug an die verschiedenen Einsatzstellen ausrücken.

Am Samstag zur großangelegten Übung mussten vollgelaufene Keller ausgepumpt und Sandsackbarrieren aufgebaut werden. Zudem galt es Sturmschäden, also umgestürzte Bäume zu beseitigen und Brände, die durch Blitzeinschläge entstanden sind, zu löschen.

Gunar Eschers Resümee fällt gut aus: "Es hat alles wunderbar geklappt." Dabei ging es diesmal weniger um das eigentliche Einsatzgeschehen. Vielmehr lag der Schwerpunkt der Übung in der Koordination in der Befehlsstelle und gerade dies lief reibungslos ab. Aufgrund der Corona-Pandemie und der geltenden Hygieneregeln war allerdings die Vorbereitung der Übung etwas schwieriger als normalerweise. Sicherheitsabstände mussten möglichst eingehalten werden. Zudem durften die Kameraden nur in festen Gruppen ausrücken. Auf Mund-Nasen-Schutz wurde allerdings während der Einsätze verzichtet.

Da die Übung so gut lief, sehen sich Escher und seine Kameraden für den Ernstfall bestens ge-rüstet.