Bleibt Zuversicht nach der Angst?

Das Wort zum Sonntag von Peter Wiechmann

Nachdem ich die letzten Minuten des Fußballspiels Frankreich gegen Deutschland im Fernsehen angesehen habe, konnte ich es immer noch nicht fassen. Die schrecklichen Ereignisse, erschütterten nicht nur die Franzosen. Seitdem vergeht kein Tag, wo nicht in der Medienlandschaft dieser Terror das Thema beherrscht.

Bei mir hat das einen Gefühlsmix ausgelöst. Vom eher ängstlichen bis zur Wut auf die Terroristen.

Von der Neugierde, wie es sich weiter entwickeln wird bis dahin, wo ich mich absolut traurig und machtlos gefühlt habe.

Und irgendwann stellt sich dann die Frage: Was kann die Gesellschaft tun, wie kann ich mich engagieren? Wird der Appell an die Fans, die am Wochenende wieder in die Stadien pilgern fruchten, wenn es heißt, endlich die bengalischen Feuer und Böller zu unterlassen?

In der Bibel gibt es ein ganzes Buch voller Gebete, das Buch der Psalmen. Sie wurden geschrieben, um Gott zu loben, um ihn um etwas zu bitten, um Danke zu sagen, oder auch einfach nur, um sich zu beklagen.

Es ist heute vielleicht noch ein bisschen früh für Zuversicht nach den schrecklichen Ereignissen in Paris. Aber ich hoffe, dass nach der Machtlosigkeit und Trauer irgendwann auch dafür wieder Platz sein wird.