Bodybuilding: Erzgebirger beendet Debütsaison als deutscher Vizemeister

In seinen ersten Wettkämpfen hat Justin Klitzke alle Erwartungen übertroffen – und blickt nun voller Ehrgeiz in die Zukunft

Erzgebirge

Bis zum Sommer vergangenen Jahres war für Justin Klitzke Kraftsport nur ein Hobby. Als der Ex-Fußballer des VfB Annaberg dann entschloss, es als Bodybuilder auf der Wettkampfbühne zu versuchen, veränderte sich sein Leben.

Bei allen Wettbewerben auf dem Podest

Inzwischen ist der 30-Jährige aus Königswalde vielen bekannt, denn bei all seinen sechs Wettbewerben hat er es aufs Podest geschafft. Der schönste Erfolg gelang dabei zum Abschluss, den bei den Deutschen Meisterschaften des Deutschen Bodybuilding- und Fitnessverbands war er wieder einmal ganz vorn dabei. „So ein Titel ist greifbar“, sagt der frisch gebackene nationale Vizemeister der Klasse bis 80 Kilogramm Körpergewicht.

Jeder Tag akribisch durchgeplant

Für den Erzgebirger, der von seiner Freundin Celine Ehmke voll und ganz unterstützt wird, stellten die erkämpften Trophäen eine Belohnung für einen riesigen Aufwand dar. „Sieben Monate lang war alles durchgeplant“, erklärt Klitzke. Vom Klingeln des Weckers um 4 Uhr morgens bis hin zur Bettruhe (20.30 Uhr) hielt er sich in Sachen Ernährung und Training akribisch an sein Konzept. „Ich stand die ganze Zeit unter Spannung“, erklärt der Bundeswehrsoldat. Allerdings dauert diese Spannung normalerweise nur wenige Wochen, denn Bodybuilder trainieren eigentlich auf einen oder zwei Saisonhöhepunkte hin.

Neue Ziele im Visier

Im Fall von Justin Klitzke dauerte die Wettkampfsaison rund zwei Monate. „Ich hatte diesen Fokus und habe Woche für Woche auf den nächsten Wettkampf hin gefiebert“, erläutert er seine Motivation. Die lässt ihn auch jetzt nach dem Gewinn von DM-Silber nicht los.

Eigentlich dürfte er jetzt Süßigkeiten und Fast Food zu sich nehmen. „So ein niedriger Körperfettgehalt ist auf Dauer nicht gesund“, weiß der 30-Jährige. Dennoch falle es ihm schwer zu sündigen. Einerseits, weil er seine Alltagsroutine gar nicht so schlecht findet. Andererseits, weil er bereits an die Zukunft denkt.

Als Ziel hat er den deutschen Meistertitel ins Auge gefasst. Außerdem will der Erzgebirger auch internationale Turniere bestreiten, wenn er im Frühjahr 2028 auf die Wettkampfbühne zurückkehrt.

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