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Börnichener Hortkinder entdecken per Funk die Antarktis

Ferienprojekt Austausch mit Polarforschungsstation bringt viele interessante Informationen

Börnichen. 

Börnichen. In den Sommerferien wartet stets ein außergewöhnlicher Höhepunkt auf die Hortkinder in Börnichen. Schließlich beteiligt sich der Arbeitskreis Amateurfunk und Telekommunikation in der Schule e. V. (AATiS) seit sieben Jahren an der Organisation des Ferienprogramms im Schulhort. Bislang wurde dabei meistens eine sogenannte Fuchsjagd durchgeführt, bei der im Gelände versteckte Sender mithilfe von Peilempfängern gesucht werden. Diesmal hatte sich jedoch Manfred Schönwitz aus Börnichen, der das Ferienangebot stets auf die Beine stellt, ein ganz besonderes Abenteuer für die Kinder einfallen lassen.

Projektdauer von drei Tagen

Weil eine junge Dame aus dem AATiS gerade für ein Jahr in einer Forschungsstation in der Antarktis arbeitet, machte Schönwitz dieses Projekt zum Thema der Ferienspiele. "Am ersten Tag ging es um die Station und Satelliten. Dabei haben sich die Kinder auch überlegt, welche Fragen sie der Forscherin Theresa Thoma stellen könnten", berichtet der 65-Jährige. Dank des Satelliten "QO-100" konnte dann am zweiten Tag für 30 Minuten eine Funkverbindung zu der 26-jährigen Forscherin hergestellt werden. Der Satellit, der sich in einer Höhe von 38.000 Kilometern auf einer geostationären Umlaufbahn um die Erde befindet, dient eigentlich dem Fernsehen in Katar. "Er kann aber auch von Amateurfunkern genutzt werden", so Schönwitz.

Pinguine sorgen für Staunen

Als die Verbindung schließlich stand, lauschten die Kinder gespannt den Schilderungen von Theresa Thoma. Sie erzählte zum Beispiel von den minus 72 Grad Celsius, die am Südpol herrschen, aber auch von mehr als 10.000 Pinguinen. Denn neben Computern, Servern und Funk kümmert sich die studierte Informatikerin auch um die Windkraftanlage an der nahe gelegenen Pinguin-Beobachtungsstation. "Am dritten Tag ging es um die Auswertung. Die Kinder haben dabei viel über die Antarktis erfahren", bilanziert Manfred Schönwitz und fügt hinzu: "Zugleich konnten wir sie aber auch an die Funktechnik heranführen und zeigen, dass es auch ohne Handy geht."