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Chemnitz

Borkenkäfer im Erzgebirge auf dem Vormarsch

Schädling Bei Befall hilft nur das Fällen und der Abtransport

Marienberg. 

Marienberg. Der Borkenkäfer ist auch im Erzgebirge weiter auf dem Vormarsch. Mittlerweile hat er selbst höhere Lagen erobert. "Um ihn an der Ausbreitung zu hindern, sollten private Waldbesitzer vor allem ihre älteren Bestände wöchentlich überprüfen lassen oder jemanden damit beauftragen", betonte Thomas Köhler.

Bei Befall: Baum schleunigst fällen

Er ist beim Forstbezirk Marienberg des Staatsbetriebes Sachsenforst für die Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich. Das warme Wetter sorgt dafür, dass sich neue Käfergenerationen in einer Rekordzeit von vier Wochen entwickeln können. Ein Weibchen bringt bis zu 60 Nachkommen hervor. Daher kann sich der Borkenkäfer derzeit rasch vermehren. "Sollte sich der Befall auf angrenzende Fichtenbestände ausbreiten, kann der Waldnachbar Schadenersatz geltend machen", erklärte Thomas Köhler.

Wer die Einbohrlöcher oder das braune Einbohrmehl registriert, hat nur eine Möglichkeit. Der Baum muss schleunigst gefällt und abtransportiert werden. Grüne Nadeln auf dem Boden können ebenfalls auf Borkenkäferbefall hinweisen. Ist das Fällen der betroffenen Bäume nicht vor dem Schlupf der Käfer möglich sein, müssen die Stämme entweder entrindet oder mit Pflanzenschutzmitteln behandelt werden. "Hierfür ist ein Sachkundenachweis für die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln sowie die Bescheinigung entsprechender Fortbildungen notwendig", so Thomas Köhler. Private Waldbesitzer können sich bei Fragen gern an den jeweils zuständigen Revierförster wenden.



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