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Sachsen

Borkenkäfer erfordert Fällungen an der Zschopau

Forstarbeit 35 Bäume fallen der Plage am Uferweg in Richtung Wilischthal zum Opfer

Zschopau. 

Zschopau. Trotz des Regens am vergangenen Sonntag macht den Wäldern auch in diesem Jahr die Trockenheit wieder zu schaffen, was vor allem eine negative Folge hat. "Für die Borkenkäferentwicklung in dieser Menge gibt es keine Erfahrungswerte", macht Thomas Köhler vom Forstbezirk Marienberg das Ausmaß dieses Problems deutlich. Er ist Leiter des Börnichener Reviers, in dem deswegen aktuell wieder Maßnahmen laufen. So werden am Uferweg zwischen Zschopau und Wilischthal rund 35 Bäume beseitigt, die vom Borkenkäfer befallen sind. "Größtenteils Fichten", wie Köhler erklärt. Mit ihren flachen Wurzeln seien sie beim derzeitigen Stress, durch den weniger Harz gebildet wird, besonders anfällig.

Gelände erhöht den Schwierigkeitsgrad

Die Aktion oberhalb des Bodemer-Wehrs erweist sich als besonders schwierig, weil der Hang neben dem Ufer dort besonders steil ist. "Und es gibt kaum Wege, die in diese Fläche hineinführen", erklärt er Forstrevierleiter. Schwere Maschinen wie sogenannte Harvester können in diesem Bereich nicht verwendet. Stattdessen kann die Holzrückefirma, die den Sachsenforst unterstützt, hier nur mit einem normalen Traktor anrücken. Mithilfe eines Rückeanhängers werden die zuvor gefällten Stämme aus dem Wald gezogen, von Ästen befreit und dann in rund vier Meter lange Teile zersägt. So lassen sie sich leichter zur Zwischenlagerstätte transportieren, die sich in Richtung Wilischthaler Straße befindet.

Weitere Maßnahmen nötig

Mit den Fällarbeiten seien die fünf Mitarbeiter des Sachsenforsts inzwischen fertig. Das Rücken und Sägen der gefällten Bäume nimmt laut Köhler aber noch mehrere Tage in Anspruch, sodass der bei Wanderern und Mountainbikern beliebte Weg auf einer Länge von rund 300 Metern noch bis Ende der Woche gesperrt bleibt. "Wenn es gut läuft, ist er am Wochenende wieder nutzbar", sagt der Forstrevierleiter, dem allerdings kaum Zeit zum Durchschnaufen bleibt. Schließlich erfordert die Borkenkäferplage auch an vielen anderen Stellen im Wald den Einsatz der Forstarbeiter, zum Beispiel zwischen der Zschopauer Neuen Heimat und Krumhermersdorf. Und auch in Richtung Wilischthal sei mit neuem Befall zu rechnen, der Borkenkäfer breite sich weiterhin rasant aus.