Borstendorfer Förster freut sich über Unterstützung des THW

Umwelt Ehrenamtliche Helfer packen bei der Bekämpfung des Borkenkäfers drei Wochen lang zu

Borstendorf. 

Borstendorf. Der Borkenkäfer erweist sich in den erzgebirgischen Wäldern auch in diesem Jahr als große Plage. "Er verteilt sich über das gesamte Revier. Es gibt mindestens 50 große Bereiche und dazu noch viel kleinere Flächen, die betroffen sind", sagt Mischa Schubert. Als Förster ist der 47-Jährige für das Revier Borstendorf zuständig, das zum Forstbezirk Marienberg gehört und etwa 1500 Hektar groß ist. In diesem Gebiet kommen Spezialfirmen zum Einsatz, die mit großen Harvestern befallene Bäume entfernen. "Bislang sind etwa 6000 Festmeter Holz aufgearbeitet. Mindestens genauso viel befinden sich aber noch im Wald", so die Zwischenbilanz von Schubert.

Große und kleine Bereiche betroffen

Während sich die Spezialfirmen um große Flächen und das sogenannte Starkholz kümmern, gibt es auch Bereiche, in denen Handarbeit gefragt ist. "Manchmal sind es 500 befallene Bäume in einem Gebiet, manchmal aber auch nur eine Handvoll", berichtet der Förster. Oft kommt hinzu, dass einige Stellen für schwere Technik nur schwer erreichbar sind. Und genau dort konnte sich Mischa Schubert in den letzten drei Wochen über Unterstützung vom Technischen Hilfswerk (THW) freuen. Nachdem der Förster in der Vergangenheit auch schon Unterstützung von der Bundeswehr bekommen hatte, wurde seine Bitte diesmal von der deutschen Zivil- und Katastrophenschutzorganisation des Bundes erhört.

Eins von vielen Abenteuern

Bis zu 38 ehrenamtliche Helfer des THW packten drei Wochen lang im Borstendorfer Revier mit zu. Sie kamen vor allem aus Dresden, Radebeul, Bautzen, Zittau und Freiberg. Sie alle wurden in dieser Zeit von ihren Arbeitgebern freigestellt, um gegen den Borkenkäfer vorzugehen, erhielten aber dennoch ihr Gehalt. "Vom Hilfsarbeiter bis zum Rechtsanwalt ist alles dabei", sagt Ralf Mancke, der zum Dresdner Ortsverband des THW gehört. "Wir tun das, weil es uns Spaß macht. Das Schöne ist auch, dass man immer wieder etwas Neues erlebt", sagt der 51-jährige Elbstädter über seine Motivation. Auch bei Bränden oder entgleisten Zügen war er bereits im Einsatz. Diesmal half er beim Fällen und der Aufarbeitung der betroffenen Bäume. Etwa 250 Festmeter holten die THW-Mitglieder aus dem Wald. "Eine ganz wichtige Hilfe", wie Mischa Schubert betont.