Borstendorfer Freibad: Ein Sprungbrett für die Jugend

Baden Förderverein erfüllt der jungen Generation einen großen Wunsch

Borstendorf. 

Borstendorf. Der Sommer neigt sich zwar dem Ende entgegen. Und doch lohnt es sich, noch einmal im Borstendorfer Freibad vorbeizuschauen. Luft und Wasser mögen zwar etwas kühler sein als in den vergangenen Wochen. Dafür steigert ein neues Sprungbrett die Motivation, trotzdem das Becken zu nutzen. Es handelt sich dabei um die neueste Errungenschaft des Freibad-Fördervereins, der eine alte Tradition wiederbelebt hat. "Früher konnte man hier aus einem, drei und fünf Metern Höhe ins Wasser springen", blickt Vorstandsmitglied Peggy Rehwagen zurück. Doch der alte Sprungturm ist längst verschwunden. Ein Bild, an das sich die Borstendorferin und ihre Vereinskollegen nicht so recht gewöhnen konnten und daher die Initiative ergriffen.

Umfrage offenbart großen Wunsch

Auch eine Umfrage bestärkte den Förderverein in seinem Vorhaben, zumindest wieder ein kleines Sprungbrett anzuschaffen. Im Rahmen eines Gemeinde-Projekts sollte die junge Generation mitteilen, was ihr im Ort am meisten fehlt. "Mit am häufigsten wurde dabei eine Sprunganlage im Freibad genannt", berichtet Peggy Rehwagen. Nachdem im Vorjahr der Spielplatz im Freibadgelände mit neuen Geräten aufgewertet worden war, wurde der Förderverein nun also direkt am Becken aktiv. Dessen hinterer Bereich bietet mit 3,50 Metern wie früher genügend Tiefe für eine Sprunganlage. Das wird übrigens auch so bleiben, wenn das Becken im Herbst bei einer Sanierung von 50 auf 30 Meter verkürzt wird.

Anlage kostet 6000 Euro

Dank der Unterstützung der Gemeinde Grünhainichen, zu der Borstendorf als Ortsteil gehört, sowie mit Fördermitteln für die Leader-Region konnte das 6000 Euro teure Projekt diesen Sommer in die Tat umgesetzt werden. Nötig dafür war aber auch die umfangreiche ehrenamtliche Arbeit der 20 Vereinsmitglieder. In Eigenregie wurde alles für den Unterbau des Ein-Meter-Sprungbretts getan. Nur wenige Tage, nachdem die Grube für das Fundament ausgebaggert worden war, schlossen die fleißigen Helfer den gesamten Aufbau ab. "Inzwischen wurde das Angebot auch schon fleißig genutzt", sagt Peggy Rehwagen, die sich noch möglichst viele weitere Sonnentage wünscht, damit es im Freibad so richtig spritzt.