Brand in Einfamilienhaus im Erzgebirge: Bewohner legt Brand in eigener Wohnung

Polizeieinsatz führt zu Brandentdeckung

Oelsnitz/Erzg.

Ein Brand in einem Einfamilienhaus hat in der Nacht zum Dienstag einen Einsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst, Notarzt und Polizei ausgelöst. Eine Person wurde anschließend in ein Krankenhaus gebracht.

Polizei wegen Ruhestörung alarmiert

Gegen 0.15 Uhr wurden Polizeibeamte zu einem Wohnhaus in der Rudolph-Breitscheid-Straße gerufen. Aus dem Gebäude heraus war zuvor eine Ruhestörung gemeldet worden.

Als die Beamten vor Ort eintrafen, bestätigte sich die Lärmbelästigung. Gleichzeitig bemerkten sie eine Rauchentwicklung aus dem Haus und alarmierten die Feuerwehr.

Entstehungsbrand schnell gelöscht

Beim Eintreffen der Feuerwehr bestätigte sich ein Entstehungsbrand im Gebäude. Ein Trupp ging unter schwerem Atemschutz in das Haus vor und konnte das Feuer rasch löschen.

Damit verhinderten die Einsatzkräfte, dass sich der Brand weiter im Wohnhaus ausbreitete.

Bewohner in Krankenhaus gebracht

Nach den Löscharbeiten wurde das Brandgut aus dem Gebäude ins Freie gebracht. Anschließend entrauchte die Feuerwehr das Haus mit einem Lüfter.

Eine Person, die sich zum Zeitpunkt des Brandes im Gebäude aufgehalten hatte, wurde vom Rettungsdienst versorgt und mit einem Rettungswagen in eine Klinik gebracht. Zur Schwere möglicher Verletzungen lagen zunächst keine weiteren Angaben vor.

Feuerwehren aus Oelsnitz und Neuwürschnitz im Einsatz

Neben Rettungsdienst, Notärztin und Polizei waren die Feuerwehren aus Oelsnitz und Neuwürschnitz sowie der diensthabende Kreisbrandmeister im Einsatz.

Update vom 14. Juli, 7 Uhr: Wohnungsinhaber hat Brand selbst gelegt

Nach neu gesicherten Informationen der Polizei ist bekannt geworden, dass es sich bei der sich im Haus aufhaltenden Person um den Wohnungsinhaber handelt. Dieser öffnete beim ausgehenden Einsatz wegen Ruhestörung zunächst nicht die Tür. Als er wenig später in seiner Wohnung Unrat entzündete, alarmierten die Beamten die Feuerwehr.

Ermittlungen wegen Brandstiftung

Der Wohnungsinhaber wurde wegen Verdacht auf Rauchgasintoxikation in ein Krankenhaus gebracht. Aufgrund psychischer Auffälligkeit erfolgt die Weiterbehandlung in einer psychiatrischen Einrichtung.

Die Polizei hat Ermittlungen wegen Brandstiftung aufgenommen.

Update der Polizei vom 14. Juli, 13.45 Uhr

In der Nacht zu Dienstag verständigte eine Anwohnerin die Polizei wegen ruhestörenden Lärms in einem Wohnhaus in der Rudolf-Breitscheid-Straße. Als die Beamten an der Örtlichkeit eintrafen, war der “Störenfried„ (36) nicht gesprächsbereit und schloss sich in seiner Wohnung im Dachgeschoss ein. In der Folge entzündete er Unrat in den Räumlichkeiten.

Als die Polizisten die Rauchentwicklung bemerkten, die aus der betreffenden Wohnung drang, öffneten sie gewaltsam die Tür und brachten den 36-Jährigen in Sicherheit. Hinzugerufene Kameraden der Feuerwehr löschten den Brand zügig, sodass eine weitere Ausbreitung verhindert wurde. Zum Zeitpunkt des Brandausbruches befanden sich keine weiteren Personen im Haus.

Der 36-Jährige wurde schließlich aufgrund seines Zustandes in eine Fachklinik gebracht. Der entstandene Sachschaden wird auf mehrere tausend Euro geschätzt. Derweil laufen die Ermittlungen wegen schwerer Brandstiftung.

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