Breites Aufgabenfeld für 17. Umweltpraktikantin

Moor Ann-Mareike Schmid kommt unter anderem im Moor in der Lehmheide zum Einsatz

Reitzenhain. 

Reitzenhain. Ann-Mareike Schmid unterstützt als 17. Umweltpraktikantin der Commerzbank den Naturpark Erzgebirge-Vogtland. Seit Mitte August erstreckt sich ihr Arbeitsgebiet vor allem über das Moor in der Lehmheide nahe Rübenau. "Mehr als herzlich", sei sie im Erzgebirge aufgenommen worden. Sie stammt aus Sindelfingen, fühlt sich aber auch auf dem Kamm sehr wohl. Die 21-Jährige studiert "Nachhaltiges Regionalmanagement" an der Hochschule für Forstwirtschaft in Rottenburg.

Vom Praktikumsangebot hatte sie dort erfahren. Faktoren wie Abwechslung, Tätigkeiten in der freien Natur und viel praktisches Arbeiten sprachen ihrer Meinung nach für das Praktikum beim Naturpark. Moore kennt sie bislang vor allem von einer Exkursion. Spannend findet die Studentin diese Landschaftsform allemal. Zu ihren Aufgabenbereichen gehört unter anderem die Kontrolle der Standorte in der Lehmheide. Zu deren Revitalisierung oder Wiederbelebung hatte der Naturpark in den vergangenen Jahren Staustufen eingebracht. Diese sollen das Wasser in den Mooren halten. Ann-Mareike Schmid soll prüfen, ob diese noch wirksam sind. Bei Bedarf müssen sie wieder hergestellt werden. Die Bekämpfung des Drüsigen Springkrautes steht ebenfalls im Programm der jungen Frau.

Das wurde eingeschleppt und verdrängt an vielen Standorten einheimische Pflanzenarten. Ihr pädagogisches Geschick ist ebenfalls gefragt. Das soll sie bei der Betreuung des jährlich stattfindenden Schülerquiz und bei der Vorbereitung des kommenden Umweltkindertages unter Beweis stellen. Touristischen Inhalten widmet sie sich auch. Dazu gehört die Fertigstellung des Wanderwegekonzeptes des Naturparks. Die Arbeit insgesamt, so hofft sie, bringt sie beruflich und persönlich weiter.

Arbeit der jungen Leute ist wichtig

Vielleicht kann sie sich danach sogar vorstellen, im Naturpark zu arbeiten, wie sie andeutete. Sigrid Ullmann freut sich über das Engagement ihres neuen Schützlings. Sie arbeitet als Geschäftsführerin beim Naturpark Erzgebirge/Vogtland. Immer wieder betont sie, wie wichtig die Arbeit der jungen Leute sei. Vor allem das Monitoring, das Erheben und Auswerten von Daten, helfe dem Naturpark sehr. Projektpartner wie der Staatsbetrieb Sachsenforst wollen wissen, welche Ergebnisse die Maßnahmen zur Revitalisierung bringen. "Werden die Moore wirklich nasser? Kommt der Grundwasserspiegel nach oben?" Das sind nur zwei Fragen, die Sigrid Ullmann dann immer wieder hört. Sogar Wasser-Chemie-Untersuchungen werden abgefordert. Schließlich ist das Gebiet rund um die Moore auch Wassereinzugsgebiet für die Landestalsperrenverwaltung. Der Prozess der Verwässerung dauert. Aber er schreitet voran. Das bringt auch für Moore typische Pflanzen- und Tierarten nach und nach zurück. Das Birkwild ist dafür ein wichtiger Vertreter. Mittlerweile sind diese Vögel wieder im Raum Satzung und Reitzenhain heimisch. Der Hochmoorgelbling ist ebenfalls auf die Moorlandschaft in Kombination mit Bergwiesen angewiesen.

Das Praktikum wird bundesweit seit 30 Jahren von der Commerzbank finanziert. Das Geldinstitut zahlt die Unterkunft und stattet die jungen Leute mit einem Taschengeld aus.