Brückensanierung: Wanderer und Radfahrer dürfen sich freuen

bau Zugang zu beliebtem Wanderweg entlang der Zschopau wird saniert

Zschopau. 

Zschopau. Wandern und Fahrradfahren stehen derzeit bei vielen Menschen hoch im Kurs. Das schöne Wetter und die Corona-Krise, die neben einigen Sorgen mit mehr Freizeit durchaus auch für einen positiven Aspekt sorgt, haben ihren Teil dazu beigetragen. Vor allem in Zschopau dürfte die aktive Bewegung bald noch mehr Spaß machen, denn ein beliebter Wanderweg wird gerade aufgepeppt. Jahrelang war der sogenannte Wasserweg, der von Zschopau am Flussufer entlang nach Wilischthal führt, nur von der Thumer Straße aus über eine steile Treppe erreichbar. Wer mit Fahrrädern oder kleinen Kindern unterwegs war, hatte es dort schwer. Bald aber ist der Wanderweg auch wieder über eine kleine Brücke vom anderen Ufer der Zschopau aus bequem erreichbar.

Bau der Ortsumgehung war der Ursprung

Ein Zimmerermeister verlegt gerade die Balken auf der Brücke, die schon in der Vergangenheit eine wichtige Rolle spielte. Sie entstand am Gelände der ehemaligen Spinnerei, als 1997 die Zschopauer Ortsumgehung samt einer riesigen vierspurigen Brücke über das Tal gebaut wurde. Direkt unter dieser befindet sich die kleine Flussquerung, über die damals die Baufahrzeuge rollten, um die großen Pfeiler zu errichten. Nachdem der Bau fertig war, nutzten Spaziergänger, Wanderer und Radfahrer auch weiterhin diese Gelegenheit, um über die Zschopau ans andere Ufer zu gelangen. Auch für Jogger war dies oft der Ausgangspunkt einer interessanten Tour. Das Stahlgerüst hält bis heute, doch mit der Zeit wurde das Holz darüber morsch. Jahrelang durfte die Brücke aus Sicherheitsgründen nicht mehr betreten werden, eine Sanierung ließ auf sich warten.

Arbeiten dauern bis Mitte Juni

Grund dafür, dass sich lange nichts tat, waren die Besitzverhältnisse. Weil die Fläche nicht der Stadt gehört und auch versicherungsrechtliche Frage offen waren, trugen entsprechende Hinweise und Anfragen der Bürger lange keine Früchte. Nun wurde allerdings eine vertragliche Lösung gefunden, wie Stadtsprecher Uwe Gahut erklärt: "Freundlicherweise hat sich der Eigentümer bereit erklärt, die Nutzung des Weges über sein Grundstück zuzulassen." So konnte von der Stadtverwaltung die Instandsetzung in Auftrag gegeben werden, um die Begehbarkeit der Brücke zu gewährleisten. 38.000 Euro kostet diese Maßnahme, zu der auch die Errichtung einer kleinen Brücke über den Mühlgraben nahe der Zschopau gehört. Dadurch gibt es keine Störungen des Betriebs im dort ansässigen Transportunternehmen. Mitte Juni soll der Wanderweg dann von beiden Seiten des Flusses aus erreichbar sein.