Bürger mit dem "Kniebügel" ausgezeichnet

Ehrung Tradition in Lößnitz wird fortgeführt

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Frank Schöberl (li.) und Ruth Harnisch sind mit dem Kniebügel ausgezeichnet worden. Foto: R. Wendland

Lößnitz. Der "Kniebügel" ist eine Auszeichnung, die seitens der Stadt Lößnitz jedes Jahr an verdienstvolle Bürger verliehen wird. Diese Tradition gibt es seit 1995. Auch diesmal sind Vorschläge eingereicht worden und der Stadtrat hat in seiner Dezember-Sitzung entschieden. Es sind zwei Personen, die man in diesem Jahr im Rahmen des Lößnitzer Weihnachtsmarktes ins Rampenlicht rückt.

Auszeichnung für Zeit und Herzblut

Eine Preisträgerin ist Ruth Harnisch. Die 82-jährige ist Mitglieder im Geflügelzüchter- und Heimatverein Aue-Alberoda und wirkt jetzt seit 20 Jahren beim Lößnitzer Salzmarkt mit. Die Seniorin aus Alberoda investiert dafür eine Menge Zeit und ist mit Herzblut dabei, wenn es darum geht, den traditionellen Salzzug mitzugestalten. Zur Auszeichnung sagt Ruth Harnisch: "Ich bin vollkommen überwältigt. Das ist ein Gefühl, was man gar nicht beschreiben kann."

"Es ist eigentlich eine Bürgerpflicht in der Stadt mitzuwirken."

Den Kniebügel hat neben Ruth Harnisch auch Frank Schöberl verliehen bekommen. Der Lößnitzer gehört seit der Gründung 1994 zum Verkehrsverein Lößnitz und ist dort seit letztem Jahr der Schatzmeister. Die Tourismusarbeit gestalte sich oftmals schwierig, sagt der 62-jährige.

Der Verein, der aktuell 70 Mitglieder zählt, habe es sich zur Aufgabe gemacht, Touristen in die Stadt zu bringen. "Es ist eigentlich eine Bürgerpflicht in der Stadt mitzuwirken. Jeder, der etwas auf sich hält, sollte sich einbringen", sagt der Schlossermeister eher bescheiden. Die Auszeichnung sei eine Ehre und man freue sich darüber.