Bürgerinitiative macht mobil gegen den Windpark

Windkraft Unterschriftensammlung startet Ende des Monats

buergerinitiative-macht-mobil-gegen-den-windpark
Anke Jordan (li.) und Sylvie Claus-Lohse (re.) gehören zur Bürgerinitiative Gegenwind Niederzwönitz-Dorfchemnitz und starten jetzt eine Unterschriftensammlung. Foto: Ralf Wendland

Zwönitz. Gegen den Windpark mit bis zu 21 Windrädern, der links und rechts der Staatsstraße 258 in Zwönitz geplant ist, hat sich der Stadtrat bereits ausgesprochen.

Einen Monat Unterschriften sammeln gegen den Windpark

Doch das Areal in Niederzwönitz ist seitens des Planungsverbandes der Region Chemnitz weiterhin als Vorranggebiet ausgewiesen. Jetzt macht die Bürgerinitiative Gegenwind Niederzwönitz-Dorfchemnitz, die sich im Dezember gegründet hat, mobil gegen die Windräder.

Eine Unterschriftensammlung läuft in der Zeit vom 29. Januar bis 28. Februar. Listen liegen in den Geschäften von Zwönitz aus. Anke Jordan gehört zur Bürgerinitiative. Die 50-jährige aus Niederzwönitz sagt: "Wir setzen uns dafür ein, dass die Windräder nicht gebaut werden." Warum erst jetzt: "Wir sind immer davon ausgegangen, dass es ausreichend ist, wenn die Stadt eine negative Stellungnahme abgibt."

Gefordert wird ein Gutachten hinsichtlich der Umweltverträglichkeit

Die Nähe zur Staatsstraße 258, die als Autobahnzubringer gilt, sieht man kritisch gerade im Winter, wo man Eisschlag im Fahrbahnbereich befürchtet. Jordan spricht zudem das Thema Flächennaturdenkmäler an. In dem Bereich, wo die Windräder aufgestellt werden sollen, sind seltene Tiere, wie Schwarzstorch oder auch Rotmilan unterwegs.

An die Stadt Zwönitz hat sie eine klare Forderung. Es solle doch ein Gutachten hinsichtlich der Umweltverträglichkeit erstellen zu lassen. Bürgermeister Wolfgang Triebert verschließt sich nicht, sagt aber ganz klar: "Ein solches Gutachten muss fachkundig ausgeführt werden und Aussicht auf Erfolg haben."