Bürgermeister-Kandidaten im Dialog

Duell Jenatschke macht haltlose Aussagen

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Oberbürgermeister Marcel Schmidt (re.) beim Kandidaten-Duell mit Herausforderer Raphael Jenatschke. Foto: R. Wendland

Stollberg. Der Wahlkampf der Stollberger Kandidaten um das Amt des Oberbürgermeisters geht in die heiße Phase: das amtierende Stadtoberhaupt Marcel Schmidt (Freie Wähler) und sein Herausforderer Raphael Jenatschke (CDU) haben sich jetzt den Fragen der Bevölkerung gestellt und zwar im Rahmen eines Duells im alten Schlachthof in Stollberg.

200 Bürger nahmen teil

Das Interesse an Stadtpolitik ist groß, kamen doch über 200 Bürger zur Gesprächsrunde. "Wir haben in den letzten Jahren gemeinsam viel bewegt in der Stadt. Die Gewerbegebiete haben wir weiter mit Unternehmen belegt und wir haben mittlerweile Vollbeschäftigung am Standort", erklärt Schmidt.

Schmidt: "Natürlich müssen wir etwas gegen die Schulden tun."

Im kulturellen Sektor sei ebenso einiges geschaffen worden. Schmidt denkt dabei an Dinge, wie den Bürgergarten oder den Schlachthof. "Natürlich müssen wir in Zukunft etwas gegen die Schulden tun, die man in Bezug auf die Gewerbegebiete aufgenommen hat, um investieren zu können." Man müsse in Zukunft auch weiter daran arbeiten, so Schmidt, ein attraktiver Standort zu sein, wo die Menschen gern arbeiten und auch leben. Das Geld war ein zentrales Thema.

Jenatschke will sparen

Von Raphael Jenatschke gab es Kritik an der Haushaltspolitik und am Umgang mit Schulden. Dort gelte es intensive Veränderungen herbeizurufen. Man müsse neu darüber nachdenken, wie man mit Geldern umgehe. Er sprach vom Sparen. Doch an welcher Stelle konkret? Diese Antwort blieb er schuldig.

Jenatschke argumentierte mit fragwürdigen Fakten

Was für Gesprächsbedarf sorgte, ist der Wahl-Flyer von Jenatschke. Dort wurde mit Zahlen argumentiert, die so nicht korrekt sind. Dazu zählt die Behauptung, Schmidt würde ein Taschengeld von 50.000 Euro erhalten. Diese Aussage ist haltlos und einfach unwahr, wie Schmidt erklärt. Genauso wie die Aussage, es würde eine Haushaltssperre drohen. Im Gegenteil: laut einer Studie steht die Stadt besser da, als der Durchschnitt im Freistaat.