Bürgermeister: Kommune braucht mehr Personal

Kinder Amtsberg beschließt Gebührenerhöhung für Kinderbetreuung

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Foto: kali9/Getty Images

Amtsberg. Amtsberger Eltern müssen seit Jahresbeginn für die Betreuung ihrer Sprösslinge in einer der drei Kitas in der Gemeinde tiefer in die Tasche greifen. Kurz vor Jahresende beschloss der Gemeinderat, die Gebühren zum Teil deutlich anzuheben.

20 Euro mehr kommen auf Eltern zu

Um einiges teurer wird der Aufenthalt von Krippenkindern, die neun Stunden täglich in einer Amtsberger Tagesstätte verbringen. Hier müssen Eltern 20 Euro monatlich mehr zahlen, insgesamt 220 Euro hinlegen.

Für Kindergartenkinder werden bei einer neunstündigen Betreuung 115 Euro (bisher 107,50 Euro) fällig, für Hortkinder bei einer täglichen 7,5-stündigen Betreuung monatlich 73 Euro (bisher 68 Euro).

Wieso kommt es zur Erhöhung?

Als Hauptgrund für die Erhöhung nennt Bürgermeister Sylvio Krause den verbesserten Schlüssel bei der Betreuung der Mädchen und Jungen. Nach einem Beschluss der Regierungskoalition in Dresden müssen sich mehr Erzieher um die Kinder kümmern. Deshalb muss die Gemeinde mehr Personal einstellen.

So kümmert sich beispielsweise eine Erzieherin um 5,5 Krippenkinder, bisher waren es sechs. Der Schlüssel soll weiter gesenkt werden. Rund 1,4 Millionen Euro betragen im Jahr die Personalkosten für die Erzieher in Amtsberg, so der Bürgermeister. Niemand sei darüber begeistert, die Beiträge zu erhöhen, so Krause.

Es gibt auch Kritiker

Gemeinderat René Kahl (Bürgerinitiative) ist nach wie vor gegen diese Anhebung. Bereits in der vorangegangenen Sitzung hatte er sich gegen die Erhöhung ausgesprochen. Seiner Forderung, die ursprüngliche Erhöhung der Krippengebühr von 25 auf 20 Euro zu senken, wurde entsprochen. Bürgermeister Krause erklärte, ein Krippenplatz koste insgesamt monatlich 1050 Euro. Der Beitrag der Eltern falle "moderat" aus.