Bürgermeister wurde zum Ritter geschlagen

Fasching Gornauer Bürgermeister "muss" bis Februar den Heiligen Gral suchen

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Zunächst sah Gornaus Bürgermeister Nico Wollnitzke das Ritterleben von der Bühne aus - später wurde er selbst miteinbezogen. Foto: Andreas Bauer

Dittmannsdorf. "War es sonst eine Sause, gönnen wir uns diesmal 'ne Pause." Natürlich war dieser Spruch des Dittmannsdorfer Heimatvereins ironisch gemeint. Weil der 11. November diesmal auf einen Samstag fiel, nahmen sie sich freilich keine Auszeit, sondern zelebrierten den Auftakt des 24. Klein-Tiroler Faschings sogar noch etwas ausführlicher als sonst.

Eine Zeitreise ins Mittelalter

Ein Lied davon kann Nico Wollnitzke singen, denn der Gornauer Bürgermeister spielte bei der bunten Veranstaltung wieder mal eine Hauptrolle. Um an seinen Rathausschlüssel zu gelangen, organisierten die Dittmannsdorfer vor großem Publikum eine Zeitreise zurück ins Mittelalter. Das Fest des heiligen Martin wurde dabei auf humoristische Weise interpretiert, um immer wieder eine Spitze auf Probleme der heutigen Gesellschaft zu liefern.

"Unser Plan ist aufgegangen, der Bürgermeister ist gefangen", freuten sich die Narren, als sie den Bürgermeister endlich am Pranger stehen hatten. Kein Wunder, tappt er doch am 11. November immer wieder in eine Falle. Umgeben war er dabei diesmal unter anderem von prominenten Martins wie dem Möchtegern-Kanzler Martin Schulz.

Bürgermeister zum Ritter geschlagen

In erster Linie prägten jedoch Männer in Rüstungen und mit schweren Eisenschwertern das Bühnenbild. Schließlich steht der diesjährige Fasching unter dem Motto "Närrisch warn's die alten Rittersleut". "Wir versuchen immer, den Bürgermeister in einer eigens inszenierten Geschichte mit fast schon unglaublichen Aktionen zu entmachten und die Schlüsselübergabe so originell wie möglich zu gestalten", erklärte "Hofnarr" Enrico Münzner vom Heimatverein.

Luthers Thesenanschlag an eine Klotür. Sogar vierbeinige Helden waren dabei. Die Pferde wurden gebraucht, um ihn in die Dittmannsdorfer Halle zu karren und aus ihm einen Narren zu machen. Am Ende wurde er sogar zum Ritter geschlagen, um bis Februar den Heiligen Gral zu suchen.