Bundesliga-Auswahl Ost zaubert beim Grünhainichener Heimatfest

Fußball Einstiger Dynamo-Torjäger Lars Jungnickel ist beim 8:1-Sieg der Ex-Profis im Erzgebirge Mann des Tages

Grünhainichen. 

Grünhainichen. Bislang haben Live-Musik, Kunsthandwerk, Traditionen und Historie das Grünhainichener Heimatfest geprägt. Dank prominenter Ex-Profis aus dem Fußballbereich hatte die Festwoche nun auch einen sportlichen Höhepunkt zu bieten. Aber selbst der hatte viel mit der Vergangenheit zu tun. Schließlich waren es bekannte Ex-Profis von früher, die auf dem örtlichen Fußballplatz vor mehr als 400 Zuschauern zeigten, was sie immer noch drauf haben. Kicker wie Ex-Nationalspieler Darius Wosz aus Halle, der es in den 1990er-Jahren dank starker Leistungen für den VfL Bochum sogar bis in die Nationalmannschaft schaffte, gingen mit der Bundesliga-Auswahl Ost auf Torejagd.

Außenseiter geht in Führung

Gefeiert wurden schon lange vor dem Anpfiff Akteure wie Christian Tiffert oder Skerdilaid Curri, die bei den regionalen Fans des Chemnitzer FC und des FC Erzgebirge Aue Heldenstatus genießen. Zunächst ging aber der gastgebende SSV Wildenstein, der in der 1. Kreisklasse spielt, sogar in Führung. Die von Teamleiter Thomas Veit betreute Promi-Auswahl, die um die 15-mal pro Jahr zu Freundschaftsspielen antritt, hatte bei ihrem zweiten Einsatz in diesem Kalenderjahr noch etwas Anlaufschwierigkeiten. Das war auch dem Ex-Chemnitzer Ingo Hertzsch anzumerken, der mit dem Hamburger SV einst Champions League spielte. Doch allmählich fanden die Ex-Profis ihren Rhythmus.

Kultkeeper erhöht den Spaßfaktor

"Natürlich will man hier nicht verlieren, deswegen sind wir nach dem Rückstand etwas mehr gelaufen", sagte Lars Jungnickel hinterher schmunzelnd. Der ehemalige Angreifer von Dynamo Dresden, der im Trikot von Energie Cottbus zeitweise sogar in der 1. Bundesliga spielte, avancierte mit drei Treffern zum Mann des Tages. "Trotzdem steht natürlich immer der Spaßfaktor im Vordergrund", ergänzte der 42-Jährige, der sich in dieser Hinsicht auf seinen ehemaligen Teamkollegen Tomislav Piplica verlassen konnte. Der Kultkeeper aus Cottbus setzte auch diesmal zu so manchem Dribbling an. Die Tore musste er jedoch anderen überlassen. So schossen neben Jungnickel, Wosz und Curri auch Robert Koch, Khvicha Shubitidze und Enrico Kern den 8:1-Sieg für die Bundesliga-Auswahl heraus, ehe Selfie- und Autogrammjäger den Rasen stürmten.

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