Bunte Luftballons für Winzlinge

Weltfrühgeborenentag Hilfe für Frühchen

Erzgebirge. 

Der 17. November ist seit 2009 der Weltfrühgeborenentag, der auf die Probleme und Ängste betroffener Familien, aber auch auf die Chancen und Möglichkeiten der modernen Medizin aufmerksam machen will. Auch das Helios Klinikum Aue beteiligt sich mit einer besonderen Aktion an diesem Tag. Die Mitarbeiter der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin lassen 65 Luftballons gen Himmel steigen. Die Luftballons stehen symbolisch für jedes im letzten Jahr in der Auer Klinik geborene Frühchen. Das Auer Krankenhaus ist nach eigenen Angaben das einzige Perinatalzentrum im Erzgebirgskreis. Geschäftsführerin Diana Lohmann: "Es ist es uns ein Bedürfnis, die Versorgung weiter zu optimieren."

Denn ganz oft stellen die Frühstarter Eltern und auch Mediziner vor schwierige Aufgaben. "Alle werdenden Mütter wünschen sich eine normale komplikationslose Geburt und ein gesundes Kind", sagt der Chefarzt der Klinik für Kinder und Jugendmedizin am Helios Klinikum Aue, Axel Hübler. Die Zahlen aber sprechen eine deutliche Sprache. "Zirka jedes zehnte Kind kommt in Deutschland zu früh auf die Welt und braucht die Behandlung durch einen Neugeborenenarzt", heißt es weiter. In Deutschland sind das eine halbe Million Kinder im Jahr. Die Tendenz sei steigend.

Hebammen, Kinderkrankenschwestern, Geburtshelfer, Neonatologen und Anästhesisten müssen eng zusammen, um den Frühgeborenen den Start ins Leben zu erleichtern. Die Versorgungsstrukturen in der Klinik müssen stimmen, sagt Axel Hübler, der sich seit vielen Jahren auf die Versorgung der ganz Kleinen spezialisiert hat. In Aue können Kinder ab der vollendeten 29. Schwangerschaftswoche optimal versorgt werden, verspricht der Mediziner.