Bunte Theorie: Schau zeigt Farbkarten aus Aue

Kunst Sonderausstellung bis 21. Mai geöffnet

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Museumsmitarbeiterin Carina Berger zeigt ein Spiel, das zu früherer Zeit entwickelt wurde. Foto: R. Wendland

Aue. Im Auer Stadtmuseum dreht sich in der aktuellen Sonderschau alles um Farben. Der Titel: "Farbkarten aus Aue - Ein unbekannter Aspekt der Stadtgeschichte".

Und tatsächlich können Besucher in der Ausstellung so manches entdecken. Das Museum widmet sich einem interessanten Themenfeld, das in der Betrachtung sonst kaum Beachtung findet. Das der Klassiker unter den Farbtonkarten "Baumanns Neue Farbtonkarte - System Prase" vom sächsischen Malermeister, Verleger und Farbkartenhersteller Paul Baumann stammt, weiß heute kaum jemand.

Entstehung der Farbtonkarte

Er war es, der diese Karte gemeinsam mit dem Malermeister und Farbsystematiker Otto Prase in Aue konzipiert und herausgegeben hat. Wie Museumsleiterin Sarah Becher erklärt, hat sich Baumann neben dem eigentlichen Handwerk der Farbtheorie und Farblehre gewidmet.

Der Kern der Sonderschau im Auer Museum ist die Entwicklung der Farbtonkarte. Hans-Uwe Baumann, der Enkel von Paul Baumann und auch Frieder Heinz, der ehemalige Geschäftsführer von Farbe und Raum, haben Wissen und einige Leihgaben für die Ausstellung beigesteuert. Einige Exponate, die man leihweise erhalten hat, stammen aus der großen Sammlung zur Farblehre, die an der TU Dresden existiert.

Wie Sarah Becher sagt, sei das Stadtmuseum Aue die erste Einrichtung in der Region, die etwas Umfassendes zum Thema auf den Punkt bringt. Zu sehen ist die Sonderausstellung bis 21. Mai.