Burg Scharfenstein kann per Internet erkundet werden

Kultur Digitale Angebote der Museumspädagogen machen virtuelle Besuche möglich

Scharfenstein. 

Scharfenstein. Obwohl die Burg Scharfenstein wie so viele andere Einrichtungen und Museen geschlossen ist, können sich Interessenten auch zu Corona-Zeiten hinter den historischen Mauern umschauen. Zumindest auf virtuelle Art und Weise, denn die Burg, die zusammen mit den Schlössern Augustusburg und Lichtenwalde "Die Sehenswerten Drei" bildet, setzt auf neue digitale Angebote. So geht es beispielsweise an diesem Samstag, den 16. Januar, ab 11 Uhr "Mit dem Sandmännchen durch die Welt". Dabei können Teilnehmer die aktuelle Scharfensteiner Sonderausstellung erleben und von Museumspädagoge Martin Kreß mehr über den abendlichen TV-Helden erfahren, der im DDR-Fernsehen einst zur Kultfigur wurde.

Fünf Webseminare werden live gehalten

Wer mitmachen will, muss sich vorher per Internet anmelden. Der entsprechende Link ist auf der Homepage der "Sehenswerten Drei" zu finden, auf der auch die anderen Angebote erläutert werden. Neben dem Sandmännchen gibt es noch vier weitere Webseminare, die von Museumspädagogen live geleitet werden. Während man die Bilder am heimischen Computerbildschirm sieht, können auch stets Fragen gestellt werden. "Dafür gibt es die Chat-Funktion", erklärt Geschäftsführerin Patrizia Meyn und ergänzt: "Die Interaktion und der direkte Austausch sind ein wichtiger Aspekt der digitalen Angebote." Diese Projekte, die virtuelle Museumsrundgänge von zuhause aus ermöglichen, standen schon länger auf der Agenda. Aber durch die Corona-Pandemie, die seit dem vergangenen Frühjahr zu Ausgangsbeschränkungen führt, wurde die Umsetzung der Pläne schneller vorangetrieben.

Einige Angebote ständig abrufbar

Mitverantwortlich dafür war auch Museumspädagogin Marleen Dietz, die erst vor wenigen Tagen die neue "Virtuelle Tour durch das Weihnachts- und Spielzeugmuseum" der Burg Scharfenstein leitete. Mit knapp 20 Teilnehmern erlebte dieses Webseminar eine sehr gute Resonanz. "Aber das Publikum ist noch größer, denn oft sitzen ganze Familien vor dem Bildschirm", schildert Patrizia Meyn die gesammelten Erfahrungen. Nicht selten bleiben die Leiter der Webseminare nach den rund 30-minütigen Veranstaltungen auch noch länger an ihren Rechnern, um Fragen zu beantworten. Daneben gibt es aber noch zeitlich unabhängige Angebote in Form von kurzen Präsentationen, die ständig im Internet abrufbar sind: "Damit stellen wir unsere pädagogischen Angebote vor." Lehrer können sich dort zum Beispiel einen Eindruck verschaffen, um spätere Ausflüge zu planen. Denn klar ist auch: Die digitalen Angebote sollen nicht nur Informationen liefern, sondern auch Lust darauf machen, die historischen Gemäuer in der Realität zu besuchen - sobald es eine Entspannung der Corona-Krise zulässt.