Burkhardtsdorfer Maler holt fünften Platz

Europameisterschaft der Berufe Team Germany zum wiederholten Mal unter den besten Fünf

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Johann Seifert aus Burkhardtsdorf hat den 5. Platz bei der Europameisterschaft der Berufe gewonnen. Auf dem Bild hält er die Medaille of Excellence. Foto: Georg Dostmann

Burkhardtsdorf. Johann Seifert hat sein erhofftes Ziel nur knapp verfehlt. Vom ersten bis dritten Dezember 2016 nahm der 22-Jährige an der Europameisterschaft der Berufe, den EuroSkills, im schwedischen Göteborg teil. Unter den Malern holte er sich den 5. Platz von insgesamt 13 Teilnehmern. "Außerdem erhielt ich noch die Medaille of Excellence für außerordentliche Leistungen, da ich mehr als 500 von 600 möglichen Punkten erreichte", erzählt der Burkhardtsdorfer.

Vor Ort musste er verschiedenste Aufgaben in einer kurzen Zeit bewältigen, darunter tapezieren, eine Tür lackieren, ein Logo entwerfen, übertragen und fertig gestalten und einen Schnelligkeitswettbewerb absolvieren. Zum Schluss musste er noch eine freie Technik präsentieren, bei der er sich für eine Rostimitation entschied. "Für mich waren die drei Tage zwar anstrengend, aber auch sehr eindrucksvoll", resümiert Johann Seifert. Durch das wochenlange Training im Vorfeld und den Kontakt zu seinen Mitstreitern hat er unheimlich von dem Wettbewerb profitiert und dazu gelernt. Da die Wettkampfsprache Englisch ist, konnte er zusätzlich auch noch seine Sprachkenntnisse verbessern.

Insgesamt 493 junge Talente aus 35 verschiedenen Ländern nahmen an dem Wettbewerb teil. Sie traten in 35 offiziellen Disziplinen sowie 5 Präsentationsdisziplinen an. Das deutsche Team war mit 24 Teilnehmern vertreten. Davon erhielten 21 eine Gold, Silber- oder Bronzemedaillen oder wurden mit der Medaille of Excellence ausgezeichnet. Deutschland hat es damit unter die besten fünf Mannschaften Europas geschafft. "Für mich sind alle Teilnehmer Botschafter des Handwerks", sagt der 22-Jährige.

Knapp 75.000 Besucher hatten sich das größte Event der beruflichen Bildung in Europa angeschaut und mit den vielen jungen Fachkräften, von denen keiner älter als 25 Jahre alt war, mitgefiebert. Um an der Weltmeisterschaft nächstes Jahr in Abu Dhabi teilzunehmen, ist er leider schon zu alt. Allerdings möchte er diese trotzdem besuchen, um von den anderen Teilnehmern noch etwas zu lernen.