C 47: Eine Zschopauer Zukunftsvision

neuheit Berater aus Leipzig will Mut zur Kreativität im Erzgebirge fördern

Zschopau. 

Zschopau. Die Bezeichnung "C 47" klingt nachvollziehbar, da es sich um ein Zschopauer Objekt an der Chemnitzer Straße 47 handelt. Doch hinter "C 47" verbirgt sich noch viel mehr als nur eine Adresse. Es ist auch der Name der Kreativ- und Gründerwerkstatt, die sich später in diesem Gebäude befinden soll. Noch können dort keine Büros und Beratungsräume untergebracht werden, denn das markante und stadtprägende Haus am Brühl wurde bis auf die Grundmauern abgerissen, weil es ein zu großes Sicherheitsrisiko darstellte. Ab Frühjahr soll es jedoch wieder aufgebaut werden - mit altem Charme und ganz neuen Perspektiven.

 

Konzept hat sich in Leipzig bewährt

 

"Menschen, die sich in der Selbstständigkeit verwirklichen wollen, können wir in diesem Gründungsprozess begleiten. Genauso können aber auch die zu uns kommen, die Ideen und Visionen für Zschopau entwickeln wollen", erklärt Frank Lemloh. Er ist die treibende Kraft hinter diesem Projekt und betreibt in Leipzig schon länger ein solches Zukunftsbüro. Dort hat er die Erfahrung gemacht, dass das aus der Schweiz stammende Konzept funktioniert. Im Laufe von drei Jahren hat der Systemische Berater rund 90 Personen in die Selbstständigkeit begleitet. Auch in Hamburg konnte er viel bewegen. Nun wird er auch in Zschopau aktiv, denn dort sieht er großes Potenzial: "Erzgebirger haben eine besondere Mentalität."

 

Engagement von Bürgern gefragt

 

Allein ist das Projekt für Lemloh freilich nicht zu stemmen. Doch nicht nur deshalb sucht er Unterstützer. Dass andere ihre Erfahrung einbringen, ist Teil des Konzepts. "Wir wollen die Bürger mit auf die Reise nehmen", sagt der gebürtige Westfale, der deshalb auf Helfer hofft. Sogenannte Hosts sollen im Zukunftsbüro Tipps und Anregungen liefern. Spezielle Ausbildungen sind dafür nicht unbedingt nötig, auch gute Ortskenntnisse und eigene Erfahrungen können schließlich hilfreich sein. Ein außergewöhnlich klingendes Projekt, das auch noch außergewöhnlich entlohnt wird. "Jeder Kunde zahlt, so viel er will", erklärt Lehmloh, der mit seinem Projekt in Zschopau erst am Anfang steht. Immerhin kann alles schon vor dem Bau des Gebäudes an der Chemnitzer Straße beginnen, schließlich wurde in der Ludwig-Würkert-Straße eine Übergangslösung für Räumlichkeiten gefunden. Nun sind Mut, Engagement und Kreativität von Bürgern gefragt.